Träger- und standortübergreifende Zusammenarbeit mit externem Laboranbieter

Berlin. Fünf Kliniken der Sana-Gruppe in Berlin-Brandenburg und die drei Berliner Kliniken der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben einen gemeinsamen Laborversorgungsvertrag mit dem Labordienstleister SYNLAB geschlossen.

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Damit setzen sie eine häufig geäußerte politische Forderung zur besseren trägerübergreifenden Zusammenarbeit um. 

Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, die Friedrich von Bodelschwingh-Klinik und die Epilepsieklinik Tabor Bernau in der Trägerschaft der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sowie die Sana Kliniken in Berlin-Lichtenberg, Sommerfeld, Templin, Königs Wusterhausen und Lübben gehen zukünftig gemeinsame Wege in der Laborversorgung. Das Ziel der nun vereinbarten träger- und standortübergreifenden Kooperation der acht Kliniken in Berlin und Brandenburg ist die Verbesserung der Laborversorgung durch kürzere Wege und gegenseitige Unterstützung. Damit treten die Krankenhäuser einer häufig geäußerten politischen Forderung in der Metropolregion Berlins zur besseren Zusammenarbeit von Kliniken in unterschiedlicher Trägerschaft entgegen. 

Im Zusammenhang mit den zahlreichen Veränderungen im Krankenhauswesen in den vergangenen Jahren stehen vor allem alleinstehende Kliniken vor großen Herausforderungen. Daher geht der Trend zu Verbünden und Kooperationen. „Durch die Zusammenarbeit in der Laborversorgung gestalten wir vorausschauend ein Zukunftsprojekt. Sie ist sowohl wirtschaftlich vorteilhaft als auch medizinisch sinnvoll für alle beteiligten Kliniken“, sagen Michael Mielke, Geschäftsführer der drei evangelischen Kliniken, und Dr. Christian von Klitzing, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken für die Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. „Die innovative, mehrjährige Kooperation ermöglicht uns zukünftig eine patientenorientierte Laborversorgung in einem träger- und standortübergreifenden Regionalverbund. Weitere Kooperationen in anderen Bereichen sind dabei nicht ausgeschlossen und bereits in der Diskussion.“ Neben der Zusammenarbeit zwischen den Häusern in gleicher Trägerschaft arbeiten vor allem die beiden größten Kliniken des Achterbundes, das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge und das Sana Klinikum Lichtenberg, bereits seit vielen Jahren trägerübergreifend eng für die Stärkung des Gesundheitsstandortes Lichtenberg zusammen. 

Neben der Einigung auf einen Anbieter, SYNLAB, nutzen alle Kliniken zukünftig ein gemeinsames, datenschutztechnisch getrenntes virtuelles System für die Laboranforderungen. Während die beiden großen Kliniken in Lichtenberg tagsüber mit einem Labor am eigenen Standort agieren, wird lediglich das Labor am Sana Klinikum Lichtenberg rund um die Uhr betrieben und Laboranalysen für die anderen Standorte mitübernehmen. Durch die geografische Nähe der beiden großen Kliniken ergeben sich kurze Logistikstrecken. Hinzu kommen Point-of-Care-Geräte auf den Stationen und in den Bereichen der acht beteiligten Krankenhäuser. Speziallaboranforderungen werden in einer der Labore von SYNLAB außerhalb der Kliniken erbracht. „Als virtueller Laborverbund können wir uns gegenseitig ergänzen und im Notfall fachlich vertreten. Der Verzicht auf doppelte Vorhalteleistungen führt auch zu wirtschaftlichen Verbesserungen und Prozessoptimierungen“, betonen die Geschäftsführer von Klitzing und Mielke. Die Umsetzung erfolgt bis zum Sommer 2020. 

Quelle: www.keh-berlin.de