TK fördert Gesundheitsmanagement-Projekte des UKE mit rund 2,5 Millionen Euro

Hamburg. Eine moderne Arbeitszeitgestaltung, Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein weitreichendes Gesundheitsmanagement sind im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) seit vielen Jahren etabliert und wurden mehrfach ausgezeichnet.

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Nun hat das UKE für sein Gesundheitsmanagement eine weitere Förderung erhalten: Die Techniker Krankenkasse (TK) möchte den Pflegeberuf attraktiver machen und unterstützt beispielhafte Projekte des UKE mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro.

„Wir freuen uns sehr über die engagierte Unterstützung der Techniker Krankenkasse. Die Attraktivität des Pflegeberufs zu stärken, ist uns im UKE seit Langem ein Anliegen. Mit unserer mitarbeiterorientierten Personalpolitik und unserem Programm UKE INside fördern und unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Beruf und Familie bestmöglich zu vereinbaren, ihre Gesundheit zu erhalten und ihr Arbeitsleben und -umfeld aktiv mitzugestalten“, sagt Michael van Loo, Leiter des Geschäftsbereichs Personal des UKE. „Dank der großzügigen TK-Förderung können wir weitere innovative Ansätze zur Optimierung der Arbeitsbedingungen verfolgen, die über das UKE hinaus den Arbeitgebern und Pflegenden in Deutschland zugutekommen sollen.“

Das Hamburger Universitätsklinikum ist für seine erfolgreiche Personalpolitik mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Personalmanagement Award für sein Mitarbeiterprogramm UKE INside und als deutschlandweit vorbildliches Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit dem ersten Platz beim Wettbewerb „Erfolgsfaktor Familie“ des Bundesfamilienministeriums.
„Wir freuen uns, zusammen mit dem UKE als starkem und einem der größten Arbeitgeber in Hamburg ein innovatives Gesundheitsmanagement für Pflegende in Kliniken weiterzuentwickeln. Im Projekt ‚Gesundheitsmanagement UKE – Projekte UKE INside HR‘ unterstützen wir das UKE darin, die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften vor allem im Hinblick auf innovative Schichtdienstmodelle und flexible Arbeitszeiten zu überprüfen“, sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.

Geförderte Projekte des UKE
Die von der Techniker Krankenkasse unterstützten Projekte des UKE umfassen ein Diagnose-Tool, um Belastungen und Herausforderungen von Pflegekräften zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Entlastung einleiten zu können. Ein weiteres Thema ist die Schulung von sogenannten Peers, die ihre Kolleginnen und Kollegen in psychisch belastenden Situationen im stationären Alltag betreuen und unterstützen können. Die Verantwortlichen der UKE-Akademie für Bildung und Karriere haben sich das Ziel gesetzt, die Ausbildung von Pflegenden attraktiver zu gestalten, die Gesundheitskompetenz der Auszubildenden zu stärken und sie gut auf Herausforderungen des Pflegeberufs vorzubereiten. Auch soll ein Konzept erarbeitet und evaluiert werden, das die Arbeitsbedingungen im Schichtdienst grundlegend verändern soll, unter anderem durch die Weiterentwicklung des bestehenden Pflegepools und die Etablierung innovativer zeitgemäßer Dienstzeiten – im Sinne der Beschäftigten und der Patientinnen und Patienten. Die wissenschaftliche Begleitung der Projekte hat dabei einen hohen Stellenwert und überprüft zum Beispiel eine Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder auch auf branchenferne Berufe im Schichtdienst.

TK-Gesundheitsreport 2019
In Hamburg sind Pflegekräfte im Vergleich zu anderen Berufsgruppen besonders häufig krankgeschrieben. Mit durchschnittlich 22 Tagen pro Kopf und Jahr blieben sie 2018 sieben Tage häufiger von der Arbeit fern als der Durchschnitt der Beschäftigten in der Hansestadt. Die Ursache sind vor allem psychische und körperliche Belastungen. Das zeigt eine Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports 2019. Für Maren Puttfarcken sind die Zahlen alarmierend: „Nur wenn es den Pflegekräften gesundheitlich gut geht, können sie sich gut um pflegebedürftige Menschen kümmern. Deshalb stellen wir in Hamburg gemeinsam mit dem UKE die Pflegekräfte in den Mittelpunkt.“
 
Quelle: www.uke.de