Personelle Änderungen im Vorstand

Heidelberg. Universitätsklinikum Heidelberg schafft Grundlage für Neuanfang.

Quelle: www.klinikum.uni-heidelberg.de


Die Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich und die Kaufmännische Direktorin Dipl.-Volkswirtin Irmtraut Gürkan haben heute dem Aufsichtsrat gegenüber erklärt, ihr Amt vorzeitig niederzulegen. Der Aufsichtsrat hat dies mit Respekt entgegengenommen. Diese Schritte machen den Weg frei für einen Generationswechsel an der Spitze des Universitätsklinikums, den der Aufsichtsrat heute mit seinen Beschlüssen eingeleitet hat.

Der Aufsichtsrat ist Frau Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich und Frau Irmtraut Gürkan für das Geleistete zu großem Dank verpflichtet.

Die Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Simone Schwanitz: „Frau Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich hat in den mehr als zwei Jahren ihres Wirkens zentrale Impulse für die Stärkung des Universitätsklinikums in Forschung, Lehre und Krankenversorgung gesetzt, wichtige Veränderungsprozesse eingeleitet sowie auf strukturelle Änderungsnotwendigkeiten hingewiesen. Darüber hinaus hat sie die Kooperation mit den Partnern am Standort gesucht.“

Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich wird das Amt für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zum 31. Oktober 2019 zur Verfügung stellen. In der verbleibenden Zeit wird sie insbesondere Planungen zu Strukturreformen innerhalb der Vorstandsarbeit vorantreiben, wissenschaftliche Kooperationsvorhaben anstoßen und die weitere Entwicklung des KiTZ – Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg begleiten.

„Frau Irmtraut Gürkan hat das Uniklinikum in den über 16 Jahren ihres Wirkens maßgeblich geprägt und durch mutige Entscheidungen wichtige Grundlagen für künftige Erfolge gelegt. In ihrer über lange Zeit erfolgreichen Arbeit wurde sie tatkräftig durch einen hoch engagierten administrativen Stab unterstützt“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende.

Irmtraut Gürkan tritt zum 31. Juli 2019 zurück. In ihre Amtszeit fielen u. a. die Entwicklung großer Heidelberger Neubauvorhaben wie das HIT (Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum), das NCT (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg), die Kinderklinik, die Frauen- und Hautklink, die Chirurgie und die Integration von Thoraxklinik und Stiftung Orthopädische Universitätsklinik in das Universitätsklinikum. Zusätzlich hat sich Frau Gürkan auf Bundes- wie auch Landesebene für die Belange der Hochschulmedizin eingebracht.

Das Universitätsklinikum steht vor großen Herausforderungen: Nach Vorlage der Berichte der externen unabhängigen Kommission wie auch der universitären Kommission für gute wissenschaftliche Praxis müssen entsprechende Folgerungen gezogen und notwendige Änderungen umgesetzt werden. Die wirtschaftliche Situation bleibt in einem schwierigen Umfeld herausfordernd. Die großen Bauvorhaben müssen aktiv vorangebracht werden. Vertrauen muss erneut gestärkt werden. Innovative Behandlungsmethoden und wissenschaftliche Leistungsfähigkeit sind weiterhin unser Ziel.

Der Aufsichtsrat hat weitere Beschlüsse getroffen, die die notwendige Handlungsfähigkeit des Universitätsklinikums in den kommenden Wochen und Monaten sichern:

Herr Dipl.-Kfm. Hartmut Masanek, Geschäftsbereichsleiter Finanzen am Universitätsklinikum Heidelberg, wurde vom Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung zum neuen Stellvertretenden Kaufmännischen Direktor ernannt. Er wird die Aufgaben des Kaufmännischen Direktors ab sofort kommissarisch übernehmen.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat heute beschlossen, eine Personalberatung zu beauftragen, den Aufsichtsrat bei der Neubesetzung der Vorstandsämter zu unterstützen.

Schließlich begrüßt der Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich als neues, nebenamtliches Mitglied des Vorstands des Universitätsklinikums. Herr Prof. Dr. Kräusslich übernimmt als erster Stellvertreter des Dekans dessen Amtsgeschäfte bis zum Ende der aktuellen Wahlperiode.

Der Aufsichtsrat unterstreicht nochmals seine Auffassung, dass die Hauptverant­wortung für die „Causa Bluttest HeiScreen“ bei demjenigen Wissenschaftler liegt, der ohne entsprechende Grundlage durch eine Medienkampagne haltlose Versprechungen verbreitet hat. Der Aufsichtsrat begrüßt die noch laufende Aufklärungsarbeit der verschiedenen damit befassten Kommissionen.

Quelle: www.klinikum.uni-heidelberg.de