Leistungsentgelt für Klinikpersonal wird eingeführt


Hamburg. Die Asklepios Kliniken Hamburg führen ab diesem Jahr ein zusätzliches Leistungsentgelt für die Belegschaft ein.

Zum regulären Lohn wird das Leistungsentgelt als jährliche Einmalzahlung an die tariflichen Beschäftigten (TV KAH) ausgekehrt. Dies gaben Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat gemeinsam bekannt.
Die Asklepios Kliniken Hamburg GmbH ist die einzige große Klinikeinrichtung in Deutschland, die ein solches Entgeltsystem bietet. Bei Hamburgs größtem privaten Arbeitgeber kommen alle Mitarbeiter in den Genuss dieser Regelung, die unter den mit ver.di geschlossenen Tarifvertrag (KAH: www.khav-hh.de) fallen - das sind etwa 7.300 von insgesamt rund 11.000 Beschäftigten.
 
Bislang gibt es in den Kliniken nur eine Festvergütung. Die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Katharina Ries-Heidtke, begrüßt die neue Regelung: "Wir sehen die Chance, Probleme der Arbeitsverdichtung auf diesem Weg deutlich und transparent zu machen. Dadurch wird ein konstruktiver Dialog mit der Geschäftsführung auf Basis von Fakten möglich."
 
Peter Oberreuter, Sprecher der Geschäftsführung erläutert die Idee des Systems: "Die Führungsphilosophie von Asklepios lautet: Führen mit Zielen. Das bedeutet einen nicht zu unterschätzenden Vertrauensbeweis gegenüber den Mitarbeitern. Deren Eigenverantwortung wird gestärkt, denn die Zielerreichung verantworten die einzelnen Mitarbeiter bzw. ihr Team."
 
Wichtigstes Instrument des neuen Systems werden Zielvereinbarungsgespräche sein. Im Rahmen des Systems sollen die Mitarbeiter die nötigen Freiheiten erhalten, um selbst zu entscheiden, auf welchem Weg die Ziele erreicht werden.