Klinikum plant integriertes Notfallzentrum

Leverkusen. Das Klinikum Leverkusen will die Notfallversorgung in Leverkusen neu konzipieren und zwar radikal aus Sicht des Patienten.

Quelle: www.klinikum-lev.de


Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung, die für die Notdienstpraxis in Leverkusen zuständig ist, plant das Klinikum Leverkusen eine gemeinsame Anlaufstelle für jede Art von Notfall.

Patienten mit unerträglichen Kopfschmerzen, hohem Fieber oder einem schmerzendem Handgelenk nach einem Sturz müssen derzeit entscheiden, ob sie in die Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte oder in die Notfallambulanz fahren müssen. Eine Situation, die Menschen überfordern kann, gerade wenn sie nicht gesund sind.

Das Ziel ist die bestmögliche Versorgung der Menschen in Leverkusen und der Umgebung. Geplant ist deshalb ein zentraler Empfangsbereich vor der Zentralambulanz im Klinikum, der Kinderambulanz und Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte. An diesem gemeinsamen „Tresen“ erfolgt eine Ersteinschätzung, sodass der Patient der richtigen Notfallversorgung zugewiesen werden kann.

„Mit der neuen zentralen Notfallversorgung passen wir die Strukturen im Klinikum Leverkusen an die Bedürfnisse der Patienten an. Das bedeutet konkret: mehr Klarheit für Patienten, kürzere Wartezeiten und die richtigen Fachärzte und Untersuchungsmöglichkeiten vor Ort“, sagt Hans-Peter Zimmermann, Geschäftsführer des Klinikums Leverkusen. Noch in diesem Jahr möchte das Klinikum den Bauantrag für die nötigen Umbauten stellen. Im Frühjahr 2021 soll das neue integrierte Notfallzentrum an den Start gehen.

Derzeit werden im Klinikum Leverkusen jährlich weit über 46.000 Menschen in der Zentralambulanz behandelt und noch einmal rund 12.000 in der Kinderambulanz. Mehr als die Hälfte der Patitenten der Zentralambulanz bleibt für eine stationäre Behandlung. Ein Zeichen, dass die Menschen das Klinikum als Anlaufstelle für schwere Notfälle wahrnehmen. „Darauf sind wir stolz“, so Hans-Peter Zimmermann. „Aber wir sind uns auch der Verantwortung bewusst, die damit einhergeht.“

Bereits Anfang 2019 hatte das Klinikum Leverkusen erste Schritte unternommen, um den unterschiedlichen Patienten in der Zentralambulanz gerecht zu werden und eine Ersteinschätzung eingeführt – mit Erfolg Täglich werden in der Zentralambulanz des Klinikums Leverkusen ca. 130 Patienten behandelt. Das Patientenaufkommen ist dabei wenig planbar und nicht alle können gleichzeitig behandelt werden. Deshalb ist es wichtig, Notfallpatienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen innerhalb weniger Minuten verlässlich zu erkennen. Um den Schweregrad des medizinischen Notfalls zu ermitteln, befragt eine speziell geschulte Pflegekraft den Patienten und erfasst erste Vitalzeichen. Der Patient wird daraufhin, je nach Dringlichkeit der Behandlung in eine Kategorien eingeteilt. Diese Methodik wird von Fachleuten Triage genannt.

Quelle: www.klinikum-lev.de