Klinikum Ingolstadt zahlt seit Anfang des Jahres Ausbildungsvergütung

Ingolstadt. Seit Anfang dieses Jahres erhalten Schülerinnen und Schüler der medizinisch-technischen sowie der therapeutischen Berufe im Klinikum Ingolstadt eine Ausbildungsvergütung.

Quelle: Photo-Studio Büttner


Als eine der ersten Kliniken in Bayern haben die Ingolstädter die Regelungen des neuen Tarifvertrags für Auszubildende in den Gesundheitsberufen bereits umgesetzt. Die Vergütung ist von den Krankenkassen zu finanzieren.
 
218 Schülerinnen und Schüler des am Klinikum angegliederten Berufsbildungszentrum Ingolstadt (BBZ) sind von den Neuregelungen betroffen. Sie alle machen eine Ausbildung zum Ergotherapeuten, zum Logopäden, zum Physiotherapeuten oder zum medizinisch-technischen Radiologieassistent (MTRA). Bisher erhielten die Auszubildenden kein Geld. Das ist mit der im Herbst vergangenen Jahres erfolgten Tarifeinigung nun anders. Ab diesem Jahr sollen die Schülerinnen und Schüler eine Ausbildungsvergütung erhalten. 
 
Das Klinikum Ingolstadt hat die Regelungen des neuen Tarifvertrags zügig umgesetzt. Die Auszubildenden erhalten eine Vergütung von 1.015,24 Euro im ersten Jahr, 1.075,30 Euro im zweiten und 1.172,03 Euro im dritten Jahr. Dies gilt nicht nur für die Eingangsklassen, sondern für alle Ergotherapie-, Logopädie-, Physiotherapie- sowie MTRA-Schülerinnen und Schüler des BBZ. „Das Klinikum und das Berufsbildungszentrum arbeiten seit jeher Hand in Hand eng und vertrauensvoll zusammen. So auch bei der Umsetzung der Neuregelungen“, so Karin Preß von der Personalabteilung des Klinikums. 
 
Der neue Tarifvertrag für die Schülerinnen und Schüler sieht nicht nur die Ausbildungsvergütung vor, sondern regelt auch praktische Einsätze und Urlaubszeiten neu. So sollen die Auszubildenden künftig verstärkt im Klinikum tätig werden. „Wir sind derzeit in der Planungsphase der Praxiseinsätze“, erklärt Preß: „Wir können uns gut vorstellen, die Auszubildenden auch in fachfremde Bereiche schnuppern zu lassen.“ Für die Auszubildenden gelten ab sofort auch nicht mehr die Zeiten der Schulferien, sondern 30 Tage Jahresurlaub.
Preß lobt die große Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler den Tarifvertrag gemeinsam umsetzen zu wollen und den konstruktiven Umgang mit der neuen Situation. Durch die Ausbildungsvergütung erhofft sich das Klinikum Ingolstadt mehr Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildungsplätze. Insbesondere im Bereich MTRA ist Nachwuchs besonders gefragt.

Quelle: www.klinikum-ingolstadt.de