Große Mehrheit der Patienten mit Kliniken zufrieden

Berlin. Die überwältigende Mehrheit der Patienten ist mit der Behandlung im Krankenhaus zufrieden.

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Das ist das Fazit einer vom Verband der Ersatzkassen (vdek) in Auftrag gegebenen Studie. Die Ergebnisse strafen die jahrelangen Kampagnen vor allem der Krankenkassen gegen die Krankenhäuser ab. Denn mehr als 90 Prozent der Krankenhauspatienten waren mit ihrer Behandlung zufrieden oder sehr zufrieden. „Auch das Vertrauen in die Krankenhäuser ist hoch – unabhängig von der Größe der Krankenhäuser. Viele Menschen fühlen sich in den kleinen Häusern sogar besser aufgehoben. In der Gesamtheit beweist die vdek-Studie die sehr hohe Behandlungsqualität der deutschen Krankenhäuser. Bedenklich ist die Diskrepanz zwischen Krankenhauspatienten und Versicherten ohne Krankenhauserfahrung. Letztere haben ein deutlich schlechteres Bild von Krankenhäusern. Ein Zeichen dafür, wie schädlich sich die ungerechtfertigten Diffamierungskampagnen gegen die Kliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken“, erklärte Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Die DKG begrüßt das Ansinnen der Studie nach echten, geregelten Strukturreformen. Sie müssen aber sowohl Über- als auch Unterkapazitäten im Blick haben und nach einem geordneten Verfahren erfolgen. „Eine gute Krankenhausstrukturpolitik muss Versorgung im Sinne der Patienten planen, regionale Besonderheiten in den Blick nehmen und darf nicht weiter über unkontrollierte Krankenhausinsolvenzen und überzogene Regulierungen laufen. Wenn der kalte Strukturwandel anhält, drohen in absehbarer Zeit große regionale Versorgungslücken“, so Baum.

Einen echten Mangel im ambulanten Bereich verdeutlicht die Studie aber auch: Während fast jeder die Notrufnummer 112 kennt, bleibt die Rufnummer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 weitgehend unbekannt. Noch immer geht, wer schnelle medizinische Hilfe sucht, weitaus häufiger in die Notaufnahmen der Krankenhäuser als sich auf die komplizierte Suche nach einer Bereitschaftsarztpraxis zu machen. In den Debatten um die Notfallversorgung ist das zu berücksichtigen. „Da die Versorgung an den Krankenhäusern stattfindet, muss sie auch maßgeblich von den Krankenhäusern gestaltet werden. Die Verantwortung muss bei den Kliniken liegen, alles andere wäre absurd und für die Träger inakzeptabel. Das Reformkonzept ist insgesamt indiskutabel“, betonte der DKG-Hauptgeschäftsführer.

Quelle:  www.dkgev.de