Google for Jobs in Deutschland

Das müssen Sie für Ihre Stellenanzeigen wissen.

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Mitte März kündigte Google Deutschland im offiziellen Twitter-Account die Einführung der Jobsuche an und versprach, diese bald schon für alle verfügbar machen zu können. Nach dem Start in den USA im Juni 2017 hatte Google peu à peu weitere Länder erschlossen. 2018 kam Google for Jobs nach Spanien und Großbritannien. Nun wird es das Feature auch in Deutschland geben.

Was verändert sich durch Google for Jobs?

Überraschend ist es nicht, dass Google die Jobsuche auch in Deutschland ausrollen wird. Viele Nutzer starten ihre Candidate Journey bei Google. Informieren sich hier über berufliche Perspektiven, Arbeitgeber und Gehälter. Um sodann im nächsten Schritt aktuelle Jobangebote zu prüfen. Das Produkt Google for Jobs ist neben den bestehenden wie Google News, Google Maps, Google Flüge also eine konsequente Erweiterung des Leistungsportfolios. Der Vorteil für Jobsuchende ist, dass diese im gewohnten Umfeld Stellenangebote finden – ohne Google verlassen zu müssen. So die Theorie. Wie gut und zuverlässig das
funktionieren wird, bleibt zu beobachten.

Woher stammen nun aber die Suchergebnisse, die Google ausgibt? Google macht, was die Suchmaschine immer macht: Sie sammelt Daten, analysiert und bewertet diese, um sie dann den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Für die Jobsuche liest Google Stellenanzeigen von Jobbörsen und Karriereseiten aus und indexiert sie. Dieses Vorgehen nennt man Crawlen. Die indexierten Daten werden sodann in den Suchergebnissen bei Google for Jobs gelistet. Je besser die Daten aufbereitet werden, desto besser kann der Crawler diese interpretieren. Deswegen ist es unabdingbar, für Stellenanzeigen strukturierte Daten zu hinterlegen.

Was ist in Hinblick auf Google for Jobs zu tun?

Sie sollten Ihre Stellenanzeigen kritisch unter die Lupe nehmen (lassen). Prüfen Sie, wie diese aufbereitet sind und wie Sie die strukturierten Daten hinterlegen können. Orientieren Sie sich an dem Format Job-Posting (schema.org/Jobpostings), das in den HTML-Code eingefügt wird. Dabei sind folgende Angaben
obligatorisch:
1. Datum der Veröffentlichung (datePosted)
2. Stellenbeschreibung (description): vollständig inkl. Aufgaben, Qualifikationen, Kompetenzen, Arbeitszeiten sowie Anforderungen in Bezug auf Ausbildung und Berufserfahrung; als HTML formatiert
3. Name desUnternehmens (hiring-Organization)
4. Arbeitsort (jobLocation)
5. Jobtitel (title): möglichst aussagekräftig und präzise
6. Bewerbungsfrist (validThrough)
Optional, aber empfohlen sind zudem diese Angaben:
7. Grundgehalt (baseSalary): Angabe pro Stunde/Tag/Woche/Monat oder pro Jahr (keine Schätzung)
8. Art des Arbeitsverhältnisses (employmentType): Vollzeit, Teilzeit, Praktikum etc.

Google wird zudem die gelisteten Stellenanzeigen mit Zusatzinformationen anreichern, etwa Arbeitgeberbewertungen. Schauen Sie demgemäß, wie Sie auf Bewertungsplattformen wie kununu.com abschneiden und wie Sie sich dort präsentieren.

Sinnvolle Unterstützung durch Agenturen und Tools

Sie stehen mit den neuen technischen Herausforderungen nicht allein da. Agenturen können hilfreiche Tipps geben oder dafür sorgen, dass in Ihren Anzeigen die Daten strukturiert hinterlegt werden. Lassen Sie zudem Ihr Bewerbermanagementsystem überprüfen, inwiefern die hinterlegten Daten kompatibel sind. Im Idealfall ist der Anbieter bereits vorbereitend tätig geworden. Des Weiteren können Sie auf smarte Tools zurückgreifen. Diese tragen Sorge dafür, dass die Veröffentlichung von Stellenanzeigen inklusive strukturierter Daten erfolgt. Die entsprechende Nutzerführung stellt sicher, dass die für den Google-Algorithmus relevanten Informationen vermerkt werden und jede Vakanz optimal für eine Listung in den Suchergebnissen vorbereitet ist.

Nichtsdestotrotz gilt auch weiterhin: Ihre Stelle muss nicht nur gefunden und gelistet werden, sondern auch inhaltlich begeistern. Denn letztlich müssen Sie nicht Google, sondern den potenziellen Bewerber von Ihnen als Arbeitgeber überzeugen.

Quelle: KU Gesundheitsmanagement 05/2019