Erweiterung der Intensivstation der Klinik für Innere Medizin I und III des UKSH Campus Kiel


Kiel. Anfang 2015 hat die Landesregierung als Konsequenz einer Übertragung des Acinetobacter baumannii 4-MRGN von einem Notfallpatienten auf 30 weitere Patienten ein Maßnahmenpaket zur Eindämmung von multiresistenten Keimen beschlossen. Dieses beinhaltet die Erweiterung der Intensivstation der Klinik für Innere Medizin I und III.

Derzeit werden im Innenhof der Inneren Medizin I und III 23 Module angeliefert und aufgebaut. Der zweistöckige Anbau ist eine Übergangslösung für die kommenden fünf Jahre. Dann wird die Intensivstation der Klinik für Innere Medizin I und III in das neue Zentralklinikum auf dem Campus Kiel ziehen, das zurzeit im Rahmen des Baulichen Masterplans entsteht. „Wir sind dem Ministerium dankbar, dass mehr Raum für die Sicherheit unserer Patienten entstehen kann“, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, „dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit unsere eigenen Anstrengungen des Hygiene-Managements greifen können.“

Prof. Dr. Ulrich Stephani, Dekan der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: „Wir sind froh, dass hier ein Notstand vorübergehend gemildert wird.“

„Mit der Erweiterung der Intensivkapazität sind jetzt ausreichende Kapazitäten vorhanden, auch in Notfallsituationen Patienten mit Infektionsrisiko zu isolieren“, sagt Prof. Dr. Stefan Schreiber, Direktor der Klinik für Innere Medizin I. Mit dem Erweiterungsbau der Intensivstation können zukünftig Patienten, bei denen ein Verdacht auf den MRGN-Keim besteht, besser isoliert und so ein Ausbruch vermieden werden. „Die moderne Infrastruktur der Module verkürzt die Wege der Krankenversorgung und senkt das Risiko von Keimübertragungen“, sagt Prof. Dr. Norbert Frey, Direktor der Klinik für Innere Medizin III.

Im Erweiterungsbau werden zukünftig 12 Intensiv-Einzelbetten sowie die erforderlichen Nebenräume (Umkleide- und Lagerflächen, Schwesternstützpunkt, Arztzimmer etc.) zu Verfügung stehen. Der Interimsbau und die bestehende Intensivstation sind im Erdgeschoss miteinander verbunden, um eine effiziente medizinische Versorgung zu ermöglichen. Die Intensivstation soll planmäßig im April dieses Jahres fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten (Gesamtbaukosten und Ersteinrichtung) für die Erweiterung der Intensivstation von rund 7,9 Millionen Euro trägt das Land.

Quelle: www.uksh.de