DGOU: Versorgung von Unfallopfern verbessern


Berlin. Die neu gegründete Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) fordert eine Facharztbehandlung für alle Patienten, die Verletzungen erlitten haben oder an Funktionsstörungen und Erkrankungen von Knochen und Gelenken leiden.

Nur in der Hand eines Facharztes für Orthopädie und Unfallchirurgie können sie optimal versorgt werden, so die DGOU, die kritisiert, dass es in Deutschland immer noch Krankenhäuser gibt, in denen Unfallopfer nicht von dafür spezialisierten Ärztinnen und Ärzten behandelt werden.

DGOU-Präsident Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka verweist auf den seit kurzem auch in Deutschland eingeführten Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Das neue Berufsbild, das international schon lange üblich sei, müsse nun auch Auswirkungen auf die Struktur der Krankenhäuser in ganz Deutschland haben. Zu einer modernen Krankenhausstruktur gehörten heute getrennte Abteilungen für Orthopädie und für Unfallchirurgie sowie zusätzlich eine gemeinsame Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie. Dies würde der Qualität der Patientenversorgung zugute kommen.

Hintergrund ist die Einführung des neuen Facharztes für Orthopädie und Unfallchirurgie durch die neue ärztliche Weiterbildungsordnung. Damit ist eine internationale fachliche Entwicklung nachvollzogen worden. Um das Berufsbild besser zu verankern, haben sich die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) sowie die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) gemeinsam zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) entschlossen.