Managementkongress am 15. Oktober 2015 in Berlin

Bernd Müller, Geschäftsführer der Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, begrüßte im Rahmen des KU forums Marketingverantwortliche und Entscheider aus dem Gesundheitswesen zum KU Managementkongress. „Krankenhäuser müssen sich heute als Marke aufstellen und auch bewähren – das ist nichts ehrenrühriges, sondern eine Notwendigkeit“, so Müller.

Dr. Nicolas Krämer von den Städtischen Kliniken Neuss - Lukaskrankenhaus stellte im Auftaktvortrag zur Markenführung in einem öffentlich-rechtlichen Krankenhaus fest: „Auch wenn man von ärztlicher Seite oft das Gegenteil zu hören bekommt: Marketing im Krankenhaus ist weder etwas Verbotenes noch ist es unethisch!“

Heiko Leske, Helios Reha-Region Süd-Ost, konnte belegen, dass Helios trotz zeitweisem Bashing in den Medien eben nicht gescheitert sei: „Es ist ein unbestreitbares Phänomen, dass bei jedem Problem in einem der 111 Krankenhäuser des Konzerns nicht das einzelne Haus, sondern gleich die gesamte Dachmarke am Pranger steht.“ Jahrelang wurde gegen eine Übernahme des kommunalen Krankenhauses in Kronach Stimmung gemacht. Im Nachhinein freuen sich sogar einstige Kritiker über das nun gut aufgestellte Haus.

Über die Mehrwerte des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg GmbH referierte Karin Riedel. Das katholische Element helfe dabei, den Jahrhunderte alten Ruf als MArke zu kommunizieren. Man habe sich zum Ziel gesetzt, die Menschen in der Region um Soest frühzeitig zu Gesundheitsthemen, mit Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen zu informieren.

Dass Klinikmarketing eben nicht das Gleiche ist wie Konsumgütermarketing, mahnte Annerose Sandner an, Malteser Deutschland GmbH. Visuell erkennbar werde die Marke, die hinter den einzelnen Krankenhäusern stehe, durch farblich zwar unterschiedlich akzentuierte Logos, die aber einem identischen Grundaufbau unterliegen. Traditionell stehe das Malteserlogo für das Engagement der Malteser: "...weil Nähe zählt". Deren Kreuz habe seit neun Jahrhunderten einen hohen Wiedererkennungswert

In der Podiumsdiskussion vor der Mittagspause kam es zu einem interessanten Austausch zwischen den Referenten des Vormittags, in dem noch einmal die Sichtweisen der Vertreter verschiedener Krankenhausträger beleuchtet wurden. Der Moderator der Diskussion Dr. Christian Stoffers, St.-Marien-Krankenhaus Siegen gGmbH, konnte feststellen, dass sich deutliche Unterschiede in der Auffassung von Marke und Marketing zwischen einer Ein-Klinik-Marke und einer 111- Kliniken-Marke auftun.

Dass eine Marke auch sowohl nach innen wie auch nach außen hin wirken kann, zeigten Dr. Marion Friers und Martin Camphausen, die Kommunikationsexperten der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken. Ihre Strategie mit Elementen des Guerillamarketing und dem Kommunizieren durch die Mitarbeiter trage Früchte, wodurch man keine unbesetzte Stelle im Haus habe.

Dr. Benjamin Behar, Geschäftsführer der Artemed Gruppe, verdeutlichte den Zuhörern, wie es seinem Unternehmen gelungen ist, in wenigen Jahren zu einer Marke zu werden. Seiner Meinung nach versprechen Marken stets einen gewissen Zusatznutzen. Dieser sollte unbedingt im Bereich der Qualität liegen. „Versprechen Sie aber nicht, was Sie nicht halten können“, mahnte Behar.

Gewinner der KU Awards 2015

 

 

Sieger in der Kategorie „Employer Marketing“: Die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken

Der Mensch steht im Mittelpunkt. Dass dies keines der allzu oft gehörten Lippenbekenntnisse sein muss, stellen die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken in der Kategorie Employer Marketing eindrucksvoll unter Beweis.  Die Jury hat überzeugt, dass die wertvollste Ressource eines Krankenhauses, die Mitarbeiter, im Fokus der Selbstdarstellung der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken stehen. Ihre Haltung und die von ihnen vertretenen Werte werden im Rahmen einer erfolgreichen Kampagne nach außen hin medial dargestellt, unter anderem in  einem aussagekräftigen professionellen Imagefilm. Patienten wie potentielle Mitarbeiter werden gleichermaßen angesprochen. Hier finden sich die Mitarbeiter in der Darstellung nach außen wie nach innen wieder. So weckt man Vertrauen zu und Zutrauen in ein Krankenhaus!

 


 

 

Sieger in der Kategorie „Patientenkommunikation“: Das KRH Klinikum Region Hannover


Der Patient will heutzutage informiert sein. In besonders herausragender Weise leistet die die Klinikum Region Hannover. Es ist für viele Menschen beruhigend auch außerhalb eines stationären Aufenthaltes zu wissen, was für Kompetenzen das Krankenhaus in der eigenen Region hat und was es leisten kann. Die Fachjury der KU Gesundheitsmanagement hat beeindruckt, wie diesem Bedürfnis nach Information von Seiten der Klinikregion crossmedial, mit dem Flaggschiff KRH Magazin CURA“ an der Spitze, nachgekommen wird. Eine scheinbar unübersichtliche Fülle an Informationen wird Leser gerecht aufbereitet. Die zahlreichen Angebote, steten Innovationen, vielfältigen Anlaufstellen in den zahlreichen Häusern einer der größten kommunalen Krankenhausgruppen Deutschlands erscheinen hier zusammen als eine große Marke KRH und werden leicht verständlich, übersichtlich und topaktuell präsentiert. Ein würdiger Sieger in der Kategorie Patientenkommunikation!

 

 

 


 

Sieger in der Kategorie „Klinikmarketing“: Das Universitätsklinikum Jena (UKJ)

Wie man sein Haus in der Öffentlichkeit darstellt, stets aktuell informiert und in  einem ganzen Bundesland als Marke dasteht zeigt nach Meinung der Fachjury der KU Gesundheitsmanagement das Universitätsklinikum Jena aus Thüringen. An kaum einem anderen Großklinikum wird derart umfangreich im Online wie im Printbereich auf hohem fachlichen Niveau und dennoch für jedermann verständlich Kommunikation nach innen wie außen betrieben. Die Buchstabenkombination U, K, J  ist über Thüringen hinaus zu einem Inbegriff für Krankenhausqualität und Forschergeist geworden. Die Marke „Universitätsklinikum Jena“ wurde zum Begriff nicht nur dank des professionell gestalteten Klinikmagazins „ukajott“ und der vielfältigen Online- und Social-Media-Aktivitäten, sondern auch durch den steten Dialog mit Mitarbeitern und Patienten und die öffentlichkeitswirksame Zusammenarbeit mit starken Multiplikatoren, wie dem FC Carl Zeiss Jena.


 

 


 


Sieger in der Kategorie „Markenstrategie“: Die Augenklinik Dardenne


Die Augenklinik Dardenne in Bonn ist Sieger mit ihrer 2014 gestarteten neuen Markenstrategie, die die fachliche Kompetenz und den Anspruch des Hauses widerspiegelt. Die Fachjury der KU Gesundheitsmanagement schätzt die sowohl gelungene Umsetzung für den Print- wie den Onlinebereich und vor allem die vertrauen erweckende und Informationen vermittelnde Testimonial-Kampagne. Die Marke wurde in kürzester Zeit neu aufgestellt, in Patienten-, Zuweiser- und Mitarbeiterkommunikation erfolgreich eingepflegt und öffentlichkeitswirksam präsentiert. Die Strategie ist von Anfang an zielorientiert, die Wege dahin sind klar ersichtlich und schon innerhalb eines Jahres ist die neu gestaltete Marke erfolgreich positioniert.


 

 

Verleihung der KU Awards

Veranstaltungsbilder zum Kongress:

 

Mit freundlicher Unterstützung