6. KU Kodierfachkräftekongress in Berlin

 

Bereits zum sechsten Mal öffnete der KU Kodierfachkräftekongress am Donnerstag, den 26. November 2015 seine Tore. Das Team der KU Gesundheitsmanagement freute sich, fast 90 Kodierfachkräfte im nh Hotel in Berlin zu begrüßen.

Eröffnet wurde der Kongress von Alexander Schiffauer, Verlagsleiter der Mediengruppe Oberfranken Fachverlage, der im Anschluss Herrn Dr. Erwin Horndasch noch einmal zur Wahl zum Vorstandsvorsitzenden der DGfM e.V. gratulierte.

Für die Teilnehmer begann der informative Tag mit Dr. Hans-Ulrich Euler, Leiter der sozialmedizinischen Expertengruppe des MDK Baden Württemberg, der die Sichtweise zur Kodierung der MDK-Gemeinschaft erläuterte. Da die Kodierrichtlinien mittlerweile ein stabiles System, aber dennoch nicht immer eindeutig seien, betonte Dr. Hans-Ulrich Euler, dass Kommentierungen sehr wichtig seien, um dem entgegenzuwirken. Ziel sei es, die Kodierrichtlinien in Form der Kommentierung zu regeln, bevor die jeweiligen Fälle vor das Bundessozialgericht kommen.

Im Anschluss daran bot Rüdiger Freudendahl einen unterhaltsamen und aufschlussreichen Vortrag zum Thema „Souveränes und überzeugendes Auftreten für Kodierfachkräfte“. Der Rhetoriktrainer zog das Publikum aktiv ein und gab hilfreiche Tipps zum richtigen Verhalten als Kodierfachkraft bei einer MDK-Prüfung. Hier zähle der erste Eindruck, denn „dieser erhält keine zweite Chance“. Schließlich solle man auch in gewissen Situationen dem Bauchgefühl folgen und nicht ausschließlich dem Verstand.

Nach diesem interaktiven Vortrag erläuterte Annett Müller vom DVMD e.V. die neuen Herausforderungen im medizinischen Informationsmanagement, die sich durch die digitale Patientenakte ergeben. In Bezug auf den Datenaustausch mit dem MDK ist es wichtig, dass die Daten digital vorliegen und zudem vollständig und vollzählig sind. „Das Problem ist, dass es noch kein einheitliches Vorgehen gibt“, stellte Annett Müller fest und äußerte sich weiter: „Ich persönlich finde die Schaffung eines MDK-Portals sehr wichtig.“

Der Nachmittag wurde von „Herzensangelegenheiten“ eingeläutet. Dr. Erwin Horndasch skizzierte die Schwierigkeiten und Besonderheiten bei der Kodierung des Akuten Koronarsyndroms, Herzinsuffizienzen, Herzklappenerkrankungen sowie von Kardiomyopathien.  „Wichtig ist eine akribische Dokumentation.“ Zu diesem Zweck forderte Dr. Erwin Horndasch die Kodierfachkräfte auf, in einen intensiven Dialog mit den Ärzten zu treten und so die Kommunikation und das gegenseitige Verständnis zu verbessern.

Intensiv ging es anschließend auch bei Dr. Ulf Dennler vom Universitätsklinikum Jena zu. Er stellte die Besonderheiten bei der Abrechnung und Kodierung der Intensivmedizin und bei Beatmung vor. Es entstand ein informativer Austausch zwischen dem Referenten und seinem Publikum, um vorerst unklare Details genauer zu beleuchten.

Thomas Wernitz, Fachanwalt für Medizinrecht, vermittelte den Kongressteilnehmern einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung des Bundessozialgerichts bezüglich Abrechnungsfragen. Dabei verdeutlichte er auch die rechtliche Beziehung, in der die Kassen mit den Kodierfachkräften stehen („Sie sind Partner der Kassen“) und fordert deshalb ein aktives Mitwirken der Kodierer. Seinen Vortrag beendete Thomas Wernitz mit seiner Parole „Niemals aufgeben!“

Mit einer Zusammenfassung der Neuerungen im Bereich Kodierung für das neue Kalenderjahr 2016 von Dr. Erwin Horndasch endete ein spannender und diskussionsreicher Tag für die Kodierfachkräfte.

 

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