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Bernd Christoph Meisheit, 55, Geschäftsführer Sana IT Services GmbH


Angenommen, Sie müssten den Beruf wechseln, was würden Sie tun?
Das ist eine hypothetische Frage, denn im beginnenden Zeitalter der digitalen Transformation und Disruption bin ich mit meinem derzeitigen Beruf sehr zufrieden. Nach Jahren des Verharrens endlich Fortschritt und Innovation im Gesundheitswesen. Aber mal angenommen, ich stünde noch einmal am Anfang meiner beruflichen Laufbahn, ich würde mich wieder für ein technisches Studium entscheiden, würde aber dann ein Medizinstudium anschließen. Mit meinem handwerklichen Geschick und guten Feinmotorik wäre ich vielleicht Hand- oder Herzchirurg geworden. Allerdings bin ich in den Tiefen meines Herzens bis heute ein kleiner Junge geblieben und beneide alldiejenigen, die Jetpilot oder Astronaut sind. Das wird natürlich ein Traum bleiben. Wenn ich also heute tatsächlich den Beruf wechseln müsste, dann würde ich einen Job suchen, in dem ich Teams dahingehend formen und entwickeln könnte, die vielfältigen, unternehmerischen und technologischen Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Möglicherweise in der Beratung von Krankenhäusern oder Start-ups.

Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?
Mein Tatendrang- und Ideenmotor ist rund um die Uhr eingeschaltet. Das empfinde ich für mich eher als positiv. Aber ich kann verstehen, dass mein Umfeld das auch mal als Unruhe auslegt. Ausruhen auf den Lorbeeren funktioniert bei mir auch nicht. Ständige Veränderung und Fortschritt prägen und treiben mich an. Manchmal fehlen mir deshalb Geduld und Gelassenheit, und manchmal auch immer noch das Verständnis, dass manche Entwicklungen und Veränderungen in der heutigen komplexen Gesellschaft und Arbeitswelt Zeit und unentwegte Überzeugungsarbeit bedürfen.

Gab es einen Menschen in Ihrem Leben, der Sie verändert hat?
Die Liste ist lang, im Laufe meines Lebens haben mich viele Menschen geprägt und verändert. Der erste war aber ohne Zweifel Neil Armstrong im Juli 1969. Ich war  sechs Jahre als und in der ersten Klasse. Meine Eltern hatten damals einen kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher. Gemeinsam saßen wir davor und verfolgten gebannt die unscharfen Bilder der ersten bemannten Mondlandung. Der Augenblick, als Neil Armstrong den Mond betrat, hat mich tiefgehend elektrisiert. Die Themen technischer Fortschritt, Computer, Luft- und Raumfahrt haben mich bis heute nicht mehr losgelassen. Bei der Wahl der Studienrichtung hatte ich dann die Qual der Wahl: ich „musste“ mich zwischen einem Studium bei der Bundeswehr mit Ausbildung zum Jetpiloten und einem Studium der Elektro-/Nachrichtentechnik entscheiden. Nach einem einwöchigen Truppenbesuch habe ich letztendlich das Ingenieursstudium gewählt.


Was würde mich an Ihnen überraschen?
Entgegen der Vorurteile, die man gegen Ingenieure und IT-ler manchmal hegt, bin ich nicht nur zahlenorientiert unterwegs, sondern suche auch nach der Überraschung und versuche, die humorvollen Aspekte nicht zu übersehen.

Was ist Ihre Lieblings-App auf dem Smartphone?
Auf nur  eine Lieblings-App kann ich mich nicht festlegen. Da mich Nachrichten jeder Art interessieren und Kommunikation im täglichen Business für mich sehr wichtig ist, nutze ich täglich intensiv die Apps Mail, Focus Online und Spiegel Online. Mittels der Browser-App lese ich zudem die Nachrichten und Newsletter der Fachmagazine der Gesundheitsbranche und bin aktiv in den Blogs zu meinen Hobbies unterwegs.

Quelle: KU Gesundheitsmanagement 06/2018