Gefragt

Gefragt mit...

Bastian Liebsch, 40, Geschäftsführer Dr. Becker Klinikgruppe


Angenommen, Sie müssten den Beruf wechseln, was würden Sie tun?
Da ich den schönsten Beruf der Welt ausüben darf, fällt mir eine Antwort gar nicht so leicht. Es müsste deshalb schon etwas ganz anderes sein: Wohnhaft und aufgewachsen bin ich im Bergischen Städtedreieck, einer Region mit jeder Menge Möglichkeiten, aber zu wenig Selbstbewusstsein. Ich würde sie zur „Genussregion“ machen, in der Ausflügler und Touristen die Reize und Angebote mit allen Sinnen erleben dürfen. Damit ist nicht (nur) das kulinarische Angebot gemeint. Besonders die Natur und Kulturlandschaft kann man hier aktiv und vielfältig genießen: Von Tanztheater und einer lebendigen Musikszene über Spitzensport bis hin zu Kanu- und Mountainbike-Touren. Mein Antrieb dabei wäre es, ein Ziel zu konsentieren und dieses mit den unterschiedlichsten Interessengruppen gemeinsam zu verfolgen. Einen Imagewandel nachhaltig und konsistent voranzubringen und aus Wettbewerbern Partnern zu machen, treibt mich ja auch schon in meiner aktuellen Tätigkeit an.

Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?
Geduld, Geduld, Geduld (die nächste Frage bitte …)

Gab es einen Menschen in Ihrem Leben, der Sie verändert hat?
Drei Kinder und eine Frau, die mir jeden Tag aufs Neue zeigen, wie vielfältig das Leben ist und von denen ich jede Menge lernen darf. Auch für meinen Beruf. Eine nachhaltige Weiche in meinem Leben hat außerdem ein
Freund und ehemaliger Kollege gestellt, den ich bereits als Kind „hinter Gittern“ kennengelernt habe: Dr. Marc Heiderhoff. Unsere Väter haben schon gemeinsam im Knast (beide sind bzw. waren Beamte in der Justizvollzugsanstalt) gearbeitet und wir hatten uns im Laufe der Zeit aus den Augen verloren. Als BWL-Student hatte ich schon einen Arbeitsvertrag bei einer Sparkasse unterzeichnet. Durch eine glückliche Fügung habe ich Marc zum Ende des Studiums wiedergetroffen und er hat mir ein Thema für meine Diplomarbeit vorgeschlagen. Dieses hat mir dann aufgezeigt, wie faszinierend die interdisziplinäre Arbeit im Gesundheitswesen sein kann (@ Marc: Danke für den Pfad!). Den Job bei der Sparkasse habe ich dann auch nicht mehr haben wollen … Später haben Marc und ich dann tatsächlich einige Jahre auch bei der Dr. Becker Klinikgruppe zusammengearbeitet und wer weiß was noch kommt.

Was würde mich an Ihnen überraschen?
Äußerlich komme ich (glaube ich) recht unspektakulär daher. Auffallend sind da vielleicht meine Socken. Die dürfen gerne bunt und auch gerne mal mit ungewöhnlichen Motiven versehen sein. Meine Gastgeberleidenschaft :-). Wenn ich am Wochenende Zeit habe, laden wir gerne Freunde zu uns ein, die sich dann auf einen leckeren Grillabend oder ein asiatisches Menü freuen dürfen. Dafür stehe ich auch gerne den Tag über in der Küche und bereite alles vor und auch ansonsten überlassen wir wenig dem Zufall. Wenn das Gesamtpaket für alle stimmt und wir alle einen tollen Tag oder Abend hatten, dann bin ich zufrieden.

Was ist Ihre Lieblings-App auf demSmartphone?
Um die Welt zu entdecken und nichts zu verpassen: TripAdvisor. Damit kann ich mich an fremden Orten schnell orientieren, das kommt mir sehr entgegen. Außerdem versuche ich, immer möglichst viele Eindrücke zu sammeln. Da helfen Empfehlungen einfach weiter. Um Papier zu sparen und effizient zu handeln: iScanner. Dokumente schnell mit dem Handy einzuscannen und weiterversenden zu können, macht mein Leben einfacher.

Quelle: KU Gesundheitsmanagement 05/2018