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Prof. Dr. David Matusiewicz, 33 Professor für Gesundheitsmanagement an der FOM, Speaker, Autor, Business Angel


Angenommen Sie müssten den Beruf wechseln, was würden Sie tun?

Ich denke, dass es heute völlig normal geworden ist,mehrmals im Leben „zick-zack-artig“ den Beruf oder gar die Branche komplett zu wechseln. Wenn ich den Beruf wechseln müsste, so würde ich als digitaler Normade durch die Welt fahren (#Reisen #Freiheit)mit dem Ziel, ab und zu ein perfektes Foto (#Landschaft #Natur #People) irgendwo upzuloaden (#digital) oder am Jahresende womöglich einen neuen Bildband (#analog) hervorzubringen, um mir das Ganze irgendwie zu finanzieren (#Geld). Oder alternativ Bücher (#kulturgut) an einem verlassenen See (wie im Bild hinter mir) schreiben. Ansonsten bleibe ich gerne da, wo ich gerade bin.

Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?

Klingt wie eine dieser Standard-Fragen im Vorstellungsgespräch, wo „positiv“ drin vorkommt, aber „negativ“ gemeint ist. Gerade im ICE den Blick nach draußen schweifend (leider dunkel – sehe nur mich selbst gespiegelt) mit gerunzelter Stirn krampfhaft nach semi- oder pseudo-negativen Eigenschaften (die ich auch preisgeben will) suchend… Also, liebe KU! Erstens, mir fehlt Geduld bei derartigen Fragen, da scheint mir gerade die „DB mobil“ attraktiver. Zweitens, fehlendes Interesse an täglicher Routine. Und drittens: fehlende Akzeptanz für Unordnung. Ob letztere „echte“ Charaktereigenschaften sind, überlasse ich dem kritischen Leser.

Gab es einen Menschen in Ihrem Leben, der Sie verändert hat?

Das ist eine bessere Frage. Bei mir gilt der Grundsatz, der über allem steht: „family first“. Und so kann ich auch sagen, dass diese Menschen mich am meisten verändert haben: Großeltern, Eltern und meine beiden Brüder Dominik und Dennis. Ich glaube, jeder von denen hat eine große Portion zu meiner Identität beigetragen. Rein vom Begriff her gehört auch eindeutigmein Doktorvater Jürgen Wasem dazu.

Was würde mich an Ihnen überraschen?

Sicherlich einiges. Ich wohne seit meinem dritten Lebensjahr – trotz vieler Auslandsaufenthalte – nach wie vor in der „Weltstadt“ Oer-Erkenschwick mitten im Ruhrgebiet. Was viele Menschen – insbesondere die, die mich nicht kennen – öfters mal überrascht, ist meine Schnelligkeit und mein Pragmatismus. So wundern sich fremde Menschen, wenn sie mir eine Mail senden, dass sie mich direkt nach dem Versand der Mail schon am Hörer haben und in der gleichen Minute noch im Posteingang die Antwort vorliegt. In meiner mehrjährigen Tätigkeit in der Gesetzlichen Krankenversicherung hat mir das den Spitznamen „Lucky Luke – schneller als sein Schatten“ eingebracht (sparen Sie sich jetzt die geistigen Witze über die Geschwindigkeit von Krankenkassen!). Mittlerweile habe ich meine Antwortphilosophie aber etwas gelockert, weil ich dann doch auch mal ganz spontan und bewusst „off“ bin.

Was ist Ihre Lieblings-App auf dem Smartphone?

Eine meiner Lieblingapps ist sicherlich die „Kamera-App“ auf dem iPhone. Diese ermöglicht mir nämlich, viel analoges Papier nicht aufzubewahren, interessante Augenblicke festzuhalten und meine Rechnungen mit einem Foto zu überweisen. Alles, was Zeit und Platz spart, ist willkommen. Außerdem lasse ich immer öfter auch im Urlaub meine Spiegelreflexkamera im Hotelzimmer. Bei der Stern View Community wurden einige Fotografien sogar ausgezeichnet. Und jetzt halten Sie sich fest: Eines meiner Fotos gehört sogar zu den besten „1414-Fotos aller Zeiten“ der BILD – somit hat mir die App bereits ein „goldenes Handy“ eingebracht. Immerhin. Wenn ich eine andere Nicht-iPhone-Standard-App nennen soll, dann ist es sicherlich die XING-App. Als sog. „XING Insider“ gehöre ich – neben Johannes Wimmer, Dietrich Grönemeyer und Frank Stratmann –, zu den Branchen-Insidern der Gesundheitsbranche, die eigene Fachbeiträge und persönliche Einblicke redaktionell als News beisteuern. Das macht XING zu meiner Lieblings-App. Weitere Infos übrigens auf: www.david-matusiewicz.com

 

Quelle: KU Gesundheitsmanagement 02/2018