Zukunft „Smart Hospital“

Koblenz. Die Digitalisierung hält mit großen Schritten Einzug in die gesamte Bundeswehr – vor allem auch in die Bundeswehrkrankenhäuser.

Foto: ©Sanitätsdienst Bundeswehr/Dittrich


Auch der Sanitätsdienst gestaltet die digitale Zukunft. Die bestehenden technischen Möglichkeiten bieten nicht nur enorme Potenziale für interne Abläufe in Krankenhäusern, sondern für die gesamte Gesundheitsversorgung.

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml fördert das Projekt „Smart Hospital“ an der Universität der Bundeswehr München und betont, dass der steigenden Tendenz hin zu vernetzten Strukturen und zur Nutzung mobiler Endgeräte Rechnung getragen werden muss.

IT-Sicherheit und damit einhergehende sichere Digitalisierung von Krankenhäusern ist Ziel des Projekts. Dabei wird auch untersucht, in welchen Bereichen die Digitalisierung absehbar weitere Angriffsziele bieten wird – etwa durch die verstärkte Nutzung mobiler Endgeräte zur Patientendokumentation auf den Krankenhausstationen oder die digitale Fernunterstützung durch Experten in den Operationssälen. Risiken bergen aber auch die in die Krankenhäuser mitgeführten Datenträger mit gespeicherten Gesundheitsdaten der Patienten. Die Ermittlung von Schutzmöglichkeiten dieser Bereiche bereits im Vorfeld sind somit ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Untersuchungen.

Huml erläutert: „Mit dem Projekt wollen wir konkrete Vorschläge erarbeiten, wie Krankenhäuser der verschiedenen Versorgungsstufen eine optimale interne IT-Infrastruktur aufbauen können, und wir wollen diesen Maßnahmenkatalog dann allen Krankenhäusern als Leitfaden zur Verfügung stellen.“ Von großem Interesse ist diese Studie auch für den Sanitätsdienst der Bundeswehr mit seinen fünf Krankenhäusern. Sie betrifft jedoch nicht nur die Bundeswehrkrankenhäuser, sondern alle Projekte der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr.

Immer lauter wird der Ruf nach einer digitalisierten Patientendokumentation. So würden zum Beispiel IT gestützte Visiten den internen Ablauf auf den Stationen immens erleichtern und damit mehr Raum schaffen für die Arbeit mit und an den Patienten, gleichzeitig veraltete Verfahren ersetzen und ganz nebenbei Papier einsparen.

Die Digitalisierung hat längst begonnen, es erfordert einen guten, umfassenden Plan, um sie proaktiv zu gestalten und zu nutzen. Die Bundeswehrkrankenhäuser sind dabei Teil des Digitalisierungsplans. Es gilt jedoch den gesamten Sanitätsdienst der Bundeswehr auf der langen Digitalisierungsreise mit den vielen kleinen Schritten auch weiterhin modern und zukunftssicher zu gestalten.

Quelle: www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de