Verbundbildung: Geteiltes Leid gleich halbes Leid?

Münster. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Verbundbildung unter Krankenhäusern tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt, soll die zweite Curacon-Krankenhausstudie zeigen.


Neuer Krankenhausverbund, Krankenhausfusion, Krankenhäuser schließen sich zusammen – Immer wieder und immer häufiger sind Nachrichten von Verbundbildungen im stationären Gesundheitsmarkt zu vernehmen. Welche Perspektiven hat das autarke Krankenhaus, welches sich als Einzelkämpfer am Markt behauptet? Denn die Vorteile von Krankenhaus-Zusammenschlüssen liegen auf der Hand: Neben den Skalen- und Verbundeffekten, die dazu beitragen dem Kosten- und Wettbewerbsdruck am Markt langfristig in gestärkter Position begegnen zu können, helfen Verbundstrukturen die eigene Finanz- und Investitionskraft zu verbessern.

Doch wie steht es um die Hürden und Risiken einer Verbundbildung und mit welchen strategischen Maßnahmen lassen sich diese vermeiden? „Erfolgreicher im Verbund?“ lautet die aktuelle Curacon-Krankenhausstudie, die hierauf Antworten geben soll. Unter Federführung vom Leiter des Geschäftsfeldes für Strategie und Organisation im Krankenhaus, Dr. Jan Schlenker, soll gezeigt werden, was erfolgreiche Krankenhausverbünde ausmacht und wo die strategischen Schwächen im Prozess der Verbundbildung zu suchen sind. Dabei stellen wir die These auf, dass ein Zusammenschluss von Krankenhäusern nur dann zu Effizienzgewinnen führen kann, wenn dieser Prozess durch eine umfassende strategische Planung begleitet und gesteuert wird. Denn die Auswirkungen einer Konsolidierung in Form von komplexeren Organisationsstrukturen, aufeinanderprallenden Partialinteressen und redundanten Unternehmensfunktionen können zu Beeinträchtigungen für den gesamten Krankenhausbetrieb führen.

Die Ergebnisse der Studie „Erfolgreicher im Verbund?“ wird Curacon gemeinsam mit der IMCOG GmbH beim 24. Deutschen Krankenhaus-Controller-Tag am 11./12.05.2017 in Potsdam vorstellen.

Quelle: www.curacon.de