Uniklinik eröffnet Innovationszentrum für Digitale Medizin (Dimed)

Aachen. Feierliche Eröffnung mit Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Quelle: Uniklinik RWTH Aachen


Die zunehmende Digitalisierung des gesellschaftlichen Lebens verändert die Anforderungen an eine moderne Gesundheitsversorgung und bietet zugleich Chancen für ein effizienteres Gesundheitssystem. Um das Potenzial der digitalen Medizin umfassend zu nutzen, hat die Uniklinik RWTH Aachen jetzt das Innovationszentrum für Digitale Medizin (Dimed) gegründet. Das Grußwort bei der feierlichen Eröffnung hielt Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.
Intelligente Verknüpfung von Daten, eine bessere Versorgung von Menschen in ländlichen Regionen oder die Entwicklung neuartiger Therapieansätze: Die Digitalisierung hat die Medizin längst erreicht. Sie könnte das heutige Gesundheitssystem grundlegend verändern, so dass jede Patientin und jeder Patient von besseren Diagnosen und individuelleren Behandlungen profitiert. Die demographische Entwicklung, strukturelle und personelle Versorgungsdefizite sowie der medizinisch-technische Fortschritt erfordern den Einsatz für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem. Die Uniklinik hat sich daher entschlossen ein Innovationszentrum Digitale Medizin (Dimed) zu gründen. Die Eröffnungsfeier fand am 02.05.2018 unter Beteiligung des Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen statt.
Prof. Dr. med. Gernot Marx, Initiator und Sprecher des Dimed, betont: „Im Fokus dieses neuen Zentrums werden die digitale Medizin und ihre Möglichkeiten stehen. Die intelligente Verknüpfung dieser gewaltigen Mengen verschiedener Daten durch immer leistungsfähigere IT-Systeme birgt die Möglichkeit, ein dynamisches und ganzheitliches Bild der Gesundheit jedes einzelnen Menschen zu zeichnen. In Zukunft wird es durch die Vernetzung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten immer häufiger möglich sein, bessere Diagnoseverfahren und für den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Therapien zu konzipieren.“ Zentrale Bestandteile werden dabei sektorübergreifende Kooperationen sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Professionen im Gesundheitswesen sein. Die Digitalisierung als Schnittstelle zwischen Mensch und Technik bildet dabei einen entscheidenden Baustein und bietet für geeignete Lösungsansätze ein großes Potenzial.
Prof. Dr. Thomas Ittel, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik RWTH Aachen, ergänzt: „Digitale Infrastrukturen sind Schlüsseltechniken für das 21. Jahrhundert. Auf dem Campus-Boulevard arbeiten Lehrstühle verschiedenster Professionen der Uniklinik RWTH Aachen und der RWTH Aachen eng zusammen. Diese kooperieren mit führenden und aufstrebenden Unternehmen der Branchen Medizintechnik und Medizininformatik und nutzen die entstehenden Synergieeffekte. Durch diese vernetzte Zusammenarbeit unter einem Dach werden in Aachen die Grundsteine für innovative Lösungen der digitalen Medizin gelegt.“

Quelle: Uniklinik RWTH Aachen