Ungleichbehandlung abstellen


Düsseldorf. Für die gleiche Vergütung von Krankenhausleistungen in NRW und Rheinland-Pfalz sprach sich der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann aus.

 

Aus nordrhein-westfälischer Sicht sei nicht einzusehen, dass der gestern vom Bundesgesundheitsministerium eingebrachte Gesetzentwurf weiterhin eine ungleiche Bezahlung medizinischer Leistungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vorsieht. Eine Blinddarm-Operation in Nordhrein-Westfalen dürfe nicht 200 Euro billiger sein als in Rheinland-Pfalz, so Laumann. Bundesweit einheitliche Beitragssätze zur Krankenversicherung müssten auch die bundesweit gleiche Vergütung medizinischer Leistungen bedeuten. Das Bundesgesundheitsministerium entziehe den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 140 Millionen Euro, die dringend für zukunftsfähige Strukturen benötigt würden.

 

 

 

NRW habe eine innovative Krankenhausinvestitionsförderung auf den Weg gebracht, die nicht mehr aufwändig beantragte Einzelmaßnahmen fördert oder sich nach der Anzahl der Betten richtet, sondern sich an der Anzahl und Schwere der Fälle der einzelnen Krankenhäuser orientiert“, sagte Laumann.

 

Durch diese neue Investitionsförderung werde sich die Krankenhauslandschaft schnell ändern und nach vorne entwickeln. Es sei ein Irrglaube des Bundesgesundheitsministeriums, dass Zukunftsfähigkeit der Krankenhauslandschaft durch die Politik entschieden werden kann. „Jedes Krankenhaus selbst bestimmt seine Zukunft“, so Laumann weiter.

 

 

 

Es müsse zu mehr Kooperationen, Fusionen und Bettenabbau kommen. Das neue nordrhein-westfälische Krankenhausgestaltungsgesetz gebe den Krankenhäusern die Chance, durch mehr Freiheit und Eigenverantwortung diese Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.