Umdenken bei der Finanzierung der Pflege notwendig

Berlin. Anlässlich der aktuellen Diskussion um die Beitragsentwicklung in der Pflegeversicherung fordert Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, ein Umdenken bei der Finanzierung der Pflege.

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„In Anbetracht der demografischen Entwicklung und der Ausweitung der Leistungen der Pflegeversicherung kann es niemanden überraschen, dass die Ausgaben für die Pflege weiter steigen werden, wobei wir uns derzeit nicht an konkreten Vorhersagen beteiligen. Die zentrale Frage ist nun, wie wir als Gesellschaft die steigenden Kosten für die Pflege finanzieren wollen. Es ist Zeit für ein Umdenken bei der Finanzierung der Pflege, statt nur reflexhaft über höhere Beitragssätze zu sprechen“, so Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, anlässlich der aktuellen Diskussion um die Beitragsentwicklung in der Pflegeversicherung.

Die Pflegeversicherung muss immer mehr gesamtgesellschaftliche Aufgaben, wie beispielsweise die bessere Alterssicherung für pflegende Angehörige, schultern. Aber anders als bei der Renten- oder der Krankenversicherung werden die Leistungen im Rahmen der Pflegeversicherung bisher ausschließlich durch die Beitragszahler finanziert. Wir brauchen einen gesellschaftlichen Konsens darüber, wie künftig die Finanzierungsaufgabe zwischen der öffentlichen Hand und der Sozialversicherung aufgeteilt wird. Die Einführung eines steuerfinanzierten Bundeszuschusses für die Pflegeversicherung wäre der richtige Schritt, um die Pflege in diesem Land gerechter zu finanzieren. Ein Bundeszuschuss könnte den in einigen Jahren sicherlich notwendigen Beitragsanstieg abmildern.“

Quelle: www.gkv-spitzenverband.de