UKM und Klinikum Osnabrück gründen gemeinsames Epilepsiezentrum EMOS

Die Teams von Priv.-Doz. Dr. Christoph Kellinghaus (obere Reihe


Münster. Das UKM (Universitätsklinikum Münster) und das Klinikum Osnabrück kooperieren im Bereich der Epileptologie und haben das gemeinsame „Epilepsiezentrum Münster-Osnabrück (EMOS)" gegründet. Rund 24.000 erwachsene Epilepsie-Patienten aus dem Münsterland und dem südlichen Niedersachsen können somit künftig besser und umfassender versorgt werden. Beide Krankenhäuser erweitern damit ihren jeweiligen Einzugsbereich. Die Zertifizierung für das gemeinsame Zentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie e.V. (DGfE) liegt bereits vor.

Durch das neu gegründete gemeinsame Epilepsiezentrum EMOS werden nicht nur die Wege und Wartezeiten kürzer. Synergieeffekte entstehen auch durch die optimale Nutzung der jeweiligen Spezialisierungen. Während das Klinikum Osnabrück beispielsweise künftig vorwiegend die Behandlung von Mehrfachbehinderten mit Epilepsie übernimmt, sollen die invasiven und operativen Eingriffe vor allem am UKM durchgeführt werden.

Der Wissenstransfer zwischen den bisherigen Ambulanzen wirkt sich auch auf die ärztliche Weiterbildung aus: (Angehende) Fachärzte bekommen im Austausch die Expertise der jeweils anderen Klinik intensiv vermittelt. Durch die Kooperation der beiden Häuser ergeben sich auch für die Fachärzte und Weiterbildungsassistenten neue Fortbildungsmöglichkeiten. Durch Rotation lernen sie das gesamte Tätigkeitsspektrum der jeweils anderen Kooperations-Klinik kennen.

Universitätsklinikum Münster (UKM)