Übernahme der OsteMed-Kliniken


Stade. Die Elbe Kliniken verhandeln über eine Mehrheitsbeteiligung an den defizitären Krankenhäusern der OsteMed-Gruppe im Kreis Rotenburg. Weil beide Häuser tief in den roten Zahlen stecken, machen sich mittlerweile manche Mitarbeiter der Krankenhäuser in Stade und Buxtehude Sorgen: Werden die Einrichtungen in Bremervörde und Zeven auf Kosten der Stader und Buxtehuder Belegschaft saniert?

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Kai Holm kann die Sorgen verstehen und sagt ganz klar: „Wir sind bei der Sanierung dabei, aber nicht auf Kosten unserer Belegschaft.“ Holm ist optimistisch, dass das auch gelingt.

Es werde keine Investitionen der Elbe Kliniken im Kreis Rotenburg geben, so Holm. An den eigenen Häusern stehen noch zukunftsweisende Projekte an. Die finanzielle Last, sowohl der Defizitausgleich als auch die Modernisierung der Häuser, werde der Kreis Rotenburg schultern müssen. Der habe den Beschluss gefasst, dass beide Klinik-Standorte erhalten bleiben. Das wird nicht einfach. Denn: Bei der letzten Zusammenkunft mit Klinikvertretern und der Landespolitik hat es nach unbestätigten Angaben die Ansage aus Hannover gegeben, dass es keine Finanzspritze für Zeven geben werde. Das Haus sei nicht relevant für ein funktionierendes Gesundheitssystem in der Region.

Quelle: www.kreiszeitung-wochenblatt.de