Taschenspielertricks


Berlin. Bei der heutigen Großdemo in Berlin sind auch Mitarbeiter aus konfessionellen Krankenhäusern vertreten. Die konfessionellen Krankenhausverbände bezeichneten die aktuelle Gesundheitspolitik als „Taschenspielertricks“.

Der katholische und der evangelische Krankenhausverband, KKVD und DEKV wollen mehr Zuwendung für die Patienten erreichen und weiteren Personalabbau verhindern. Die Politik müsse endlich handeln, ihre Sparwut erzeuge Frust und demotiviere, heißt es in einer Presseerklärung.

Seit Monaten erkenne die Politik die finanziell schwierige Situation der Krankenhäuser in Deutschland an. Versprechen seien gegeben, aber bis heute nicht eingelöst worden. Stattdessen werde versucht, mit Taschenspielertricks guten Willen zu zeigen. Zum Beispiel werde die Abschaffung eines willkürlich eingeführten Abzugs der Krankenhauseinnahmen - des so genannten Sanierungsbeitrages – als Geldregen, der jetzt herunter fällt, als politische Wohltat dargestellt. Beeindrucken ließen sich die Demonstranten davon aber nicht.

Die Christlichen Krankenhäuser fordern Nachhaltigkeit in der Gesundheitspolitik, Verlässlichkeit und Angemessenheit in der Krankenhausfinanzierung und wünschen sich Planungssicherheit und Entscheidungsfreiheit über den Einsatz der Mittel.

Die Bundesregierung müsse ein deutliches Zeichen setzen, dass weder die Beziehungsdimension des heilenden Handelns noch die Solidarität des Sozialsystems aufs Spiel gesetzt werden, heißt es.