St. Joseph-Stift weiht größte Akutgeriatrie in Dresden ein

Dresden. Nach knapp dreijähriger Bauzeit wurde die größte Aktugeriatrie in Dresden eingeweiht.

Foto: Feierliche Einweihung der Akutgeriatrie im St. Joseph-Stift: (vrnl) Dr. med. Barbara Schubert (Chefärztin der Fachabteilung für Onkologie


Jeder sechste Dresdner wird im Jahr 2025 über 70 Jahre alt sein. Besonders gravierend steigt dabei der Anteil hochbetagter Menschen älter als 80 Jahre mit plus 34 Prozent. Auf diesen in absehbarer Zukunft zunehmenden geriatrischen Versorgungsbedarf reagiert das Krankenhaus St. Joseph-Stift mit dem Ausbau des seit 2012 etablierten Schwerpunktes Altersmedizin.

Der 17,4 Millionen teure Neubau – und damit die größte Einzelbaumaßnahme im St. Joseph-Stift seit der Wende – wurde durch das Sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz mit 5,2 Millionen Euro gefördert, weil für den jetzigen Containerbau ein Ersatzneubau geschaffen werden musste. Im modernen, dreigeschossigen Bau an der Georg-Nerlich-Straße wird mit 54 Betten die größte Akutgeriatrie in Dresden für die spezialisierte medizinische Versorgung von hochbetagten, mehrfach erkrankten Patienten in Betrieb gehen. 1.200 Patienten werden pro Jahr auf beiden akutgeriatrischen Stationen betreut werden können. Zunächst startet am 23. April die erste der beiden Stationen in der ersten Etage, die zweite folgt im September im zweiten Obergeschoss. Entstanden sind moderne und hochfunktionelle Stations- und Therapiebereiche, die sich wesentlich von Normalstationen unterscheiden, weil sie sich an den Erfordernissen des Alters orientieren. Dazu gehören beispielsweise doppelt so große Patientenbäder und um 20 Prozent größere Patientenzimmer. Aber auch Therapiebereiche wie eine Trainingsküche oder ein Trainingsbad zählen dazu, die man sonst im Krankenhaus nicht findet.
 
Im Erdgeschoss des neuen Haus West wird weiterhin ab Mai eine klinikübergreifende Zentralambulanz eröffnet, die erstmals alle ambulanten Sprechstunden des Krankenhauses zentral an einem Ort bündelt. Zukünftig werden pro Jahr in der neuen Zentralambulanz rund 17.000 Vorstellungen stattfinden. Auf 720 m² wurden 18 Sprechzimmer sowie ein moderner endoskopischer Aufwachbereich geschaffen. Bisher waren die Ambulanzen an vier unterschiedlichen Orten im Haus verteilt.
 
Quelle: www.josephstift-dresden.de