SAPV wird zeitnah neu geregelt

Berlin. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt grundsätzlich die derzeitigen Bestrebungen, die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) eindeutig zu regeln.

Quelle: www.dgpalliativmedizin.de


Der aktuelle Plan sieht vor, die Bundesrahmenvereinbarung zur SAPV bis zum 30.09.2019 zu erarbeiten. Dieses Verfahren würde – wie von vielen Verbänden gewünscht – zeitnah dazu beitragen, die Rechtsunsicherheit der vergangenen zwei Jahre zu beenden, betont die Fachgesellschaft. Gleichzeitig wird sich die DGP dafür einsetzen, die in den Bundesländern bislang sehr unterschiedliche Praxis der häuslichen Versorgung von schwerstkranken Menschen sorgfältig dahingehend auszuwerten, welche Bedingungen sich im Sinne einer qualitativ hochwertigen ambulanten Palliativ-versorgung bewährt haben bzw. welcher Verbesserungsbedarf zu verzeichnen ist. Eine wesentliche Herausforderung wird die Frage darstellen, wie regionale Besonderheiten in der Bundesrahmenvereinbarung ausreichend berücksichtigt werden können.

AKTUELLER STAND

Zwecks eines möglichst zügigen Inkrafttretens der Neuregelung des § 132d SGB V zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) soll diese nach dem Änderungsantrag 7 der Fraktionen der CDU/CSU und SPD (s. S. 10: Artikel 7 Nummer 10a-neu) in das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) eingefügt und damit aus dem derzeitigen Entwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) herausgelöst werden.

Dahinter steht ein ambitionierter Zeitplan für das PpSG, dessen erster Teil, die öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags bereits am 10. Oktober stattgefunden hat. Nach abschließender Beratung im Gesundheitsausschuss des Bundestages und 2./3. Lesung im Bundestag ist der 2. Durchgang im Bundesrat noch vor Jahresende vorgesehen (Änderungen nicht ausgeschlossen).

Wie weitreichend eine bundesweite Rahmenvereinbarung am Ende sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin wird in Kürze eine Task Force SAPV einberufen mit dem Ziel, sich vorrangig an der Ausgestaltung der bundeseinheitlichen Rahmenvereinbarung hinsichtlich der zugrunde zu legenden Inhalte, Qualitätskriterien, Strukturvorgaben und Vergütungsstruktur zu beteiligen.

Ein besonderes Augenmerk ist hierbei auf die Integration der SAPV in die gesamte Palliativversorgung zu legen. Auch die Fragen nach einer weitestmöglichen Aufrechterhaltung etablierter regionaler Strukturen und nach der Berücksichtigung regionaler Besonderheiten werden hierbei von herausragender Bedeutung sein.

Zum Auftakt des inhaltlichen Austausches lädt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) am 19. November 2018 gemeinsam mit der BAG SAPV und dem DHPV Vertreterinnen und Vertreter der SAPV aus allen Bundesländern nach Frankfurt ein, um einen entsprechenden Katalog notwendiger Qualitätsanforderungen an die SAPV-Teams zu erarbeiten.

Quelle: www.dgpalliativmedizin.de