MHO und CKO unter den ersten Krankenhäusern mit vom Land ausgewiesenen Zentren

Osnabrück. Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann übergibt Bescheide in Hannover.

Quelle: www.niels-stensen-kliniken.de


Das Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken und das Christliche Kinderhospital Osnabrück (CKO) gehören jetzt zu den ersten Krankenhäusern in Niedersachsen, an denen zum 1. Januar 2019 spezialisierte Zentren ausgewiesen werden. Die entsprechenden Bescheide nahmen Werner Lullmann (Geschäftsführer Niels-Stensen-Kliniken) und Michael Richter (Geschäftsführer CKO) in Hannover aus den Händen von Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann entgegen. Mit der Ausweisung als Zentrum werde die besondere Bedeutung der Krankenhäuser hervorgehoben und anerkannt, so die Ministerin: Auch werde die herausragende Kompetenz und besondere Expertise für die Patienten erkennbar. In diesen Zentren würden sehr komplexe medizinische Leistungen erbracht. Das gilt im MHO für das überregionale Traumazentrum, das die Versorgung schwerst- und mehrfachverletzter Patienten auf höchstem Niveau übernimmt. Hier steht rund um die Uhr ein hochqualifiziertes Behandlungsteam aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegern für eine schnelle und effiziente Versorgung bereit. Unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Joosten werden die Notfallpatienten an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr durch Fachärzte der Speziellen Unfallchirurgie, Anästhesie, Radiologie und Neurochirurgie unter Beteiligung von Fachärzten aus weiteren fünf Fachbereichen interdisziplinär versorgt. In den speziell dafür ausgestatteten Schockräumen der zentralen Notaufnahme können lebensrettende Maßnahmen umgehend eingeleitet werden. Als überregionales Zentrum im Traumanetzwerk „Südwest-Niedersachen“ übernimmt das MHO überörtliche und krankenhausübergreifende Aufgaben in der Schwerverletztenversorgung für die gesamte Region Osnabrück, die Grafschaft Bentheim bis in den süd-oldenburgischen und emsländischen Bereich. 

Im Traumnetzwerk sind zwölf Krankenhäuser organisiert, womit ein flächendeckendes hochqualifiziertes Versorgungssystem etabliert wurde, das eine schnelle und bestmögliche Versorgung von Patienten nach einem schweren Unfall mit gegebenenfalls lebensgefährlichen Verletzungen sicherstellt. Das Netzwerk nutzt ein seit vielen Jahren strukturiertes Kommunikationssystem mit Unterstützung durch die Telemedizin und arbeitet in der Fort- und Weiterbildung der Ärzte (Schockraumtraining, Symposien) eng zusammen. „Mit der krankenhausplanerischen Ausweisung als überregionales Traumazentrum wird die hervorragende Arbeit in der Schwerverletztenversorgung am MHO anerkannt“, freut sich Geschäftsführer Werner Lullmann insbesondere auch für alle beteiligten Mitarbeiter. Das CKO ist eines von nur zwei niedersächsischen Krankenhäusern, die als Zentrum für Pädiatrie ausgewiesen werden. Das andere ist das Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult in Hannover. 

Das CKO nimmt damit als einziges im Nordwesten des Landes besondere Aufgaben wahr, die über das normale Spektrum einer Kinderklinik hinausgehen. Hierzu gehört die überregionale Versorgung von Patienten und die Wahrnehmung von krankenhausübergreifenden Tätigkeiten oder Kooperationen mit anderen Kliniken. Auch besondere Versorgungsaufträge des Krankenhauses (zum Beispiel für seltene Erkrankungen) gehören dazu. Das bedeutet zugleich, „dass die hohen Kosten dafür von den Krankenkassen getragen werden können und müssen“, erläutert Geschäftsführer Michael Richter: „Für uns bringt die Ausweisung als Zentrum insbesondere eine größere finanzielle Sicherheit, da wir in der Kinder- und Jugendmedizin einen hohen Notfallanteil haben und unsere Belegung stärkeren Schwankungen unterworfen ist als bei anderen Kliniken“, so Richter: „Zudem freuen wir uns natürlich, dass unser Versorgungsanspruch für die Region Osnabrück und die angrenzenden Landkreise nun auch durch das Ministerium im Krankenhausplan abgebildet wird.“ Das Christliche Kinderhospital biete neben der Kinder- und Jugendmedizin viele weitere Spezialisierungen wie Allergologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie, Neurologie, Nephrologie, Neonatologie, Intensivmedizin und Kardiologie. Auch gebe es eine eigene Kinderchirurgie, „über die nur noch wenige Krankenhäuser in Deutschland verfügen“.

Das CKO stehe zudem als Kooperationspartner für viele benachbarte Kliniken zur Verfügung. Eine Tagesklinik und zahlreiche ambulante Sprechstunden rundeten das Angebot für kranke Kinder und Jugendliche ab. Die Nachsorgeeinrichtung „Starthilfe“ des CKO kümmere sich auch lange nach der Entlassung von Frühgeborenen um die Versorgung zu Hause. „Wir wollen, dass jedes Kind in unserer Region gut bei uns aufgehoben ist und auf einem sehr hohen fachlichen Niveau versorgt werden kann“, betont Prof. Dr. Norbert Albers, Ärztlicher Direktor des CKO. Insgesamt werden Zentren an 14 Krankenhausstandorten in Niedersachsen krankenhausplanerisch ausgewiesen. 

Quelle: www.niels-stensen-kliniken.de