Medizintechnik-Branche wächst weltweit um knapp 6 Prozent

Berlin. Das erwartete Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche liegt in diesem Jahr weltweit bei rund 6 Prozent. Das ist das Ergebnis der BVMed-Herbstumfrage 2017, an der sich 106 nationale und internationale Medizinprodukte-Hersteller beteiligt haben.


Die international tätigen MedTech-Unternehmen wachsen damit im Ausland deutlich stärker als in Deutschland, teilte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt im Vorfeld der weltgrößten Medizinmesse Medica mit, die vom 13. bis 16. November 2017 in Düsseldorf stattfindet.

Das erwartete Inlandswachstum liegt nach den Ergebnissen der BVMed-Herbstumfrage bei 2,8 Prozent. Trotz des anhaltenden Preisdrucks investieren die Unternehmen verstärkt in ihre deutschen Produktionsstandorte. 26 Prozent der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Investitionen, 50 Prozent halten das Investitionsniveau. Ähnlich ist die Situation bei den Forschungsausgaben. 29 Prozent der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Forschungsausgaben gegenüber dem Vorjahr, 45 Prozent halten das Niveau. Derzeit investiert die Branche 9 Prozent ihrer Umsätze in Forschung und Entwicklung.

Als innovativsten Forschungsbereich schätzen die Unternehmen – wie im Vorjahr – die Kardiologie ein. 36 Prozent der Befragten nennen diesen Versorgungsbereich. Es folgen Onkologie (29 Prozent), Neurologie (29 Prozent), Diagnostik (27 Prozent) und Orthopädie (16 Prozent).

Als größte Hemmnisse für die künftige Entwicklung der Medizintechnologie-Branche sehen die Unternehmen die gestiegenen Anforderungen und die steigenden Kosten für den Marktzugang durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung sowie für die Erstattung durch die langen Nutzenbewertungsverfahren. "In der neuen Legislaturperiode sollten die Bewertungsverfahren daher verbessert und beschleunigt werden", so Schmitt.

Quelle: www.bvmed.de