Landtag in Schleswig-Holsteindiskutiert ambulante Versorgung


Kiel. Der schleswig-holsteinische Landtag will sich auf seiner Plenartagung in dieser Woche mit der Verbesserung der Kooperation im Bereich der ambulanten Behandlung befassen.

Bernd Krämer, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, bezeichnete in dem Zusammenhang die Öffnung der schleswig-holsteinischen Krankenhäuser für besondere ambulante Behandlungen als ein Erfolgsmodell, von dem in erster Linie die Patienten profitierten. Eine Kooperation "auf Augenhöhe" zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten sei der Schlüssel zu einem auch in Zukunft tragfähigen Gesundheitssystem. "Gleichzeitig steigende Anforderungen und immer weniger Ärzte werden Kliniken und Arztpraxen zwingen, noch näher zusammen zu rücken. In Schleswig-Holsteins ländlichen Regionen erfahren wir diese Zwangslage bereits jetzt", schätzt Krämer die Entwicklung ein.

Verbesserte Möglichkeiten hierfür beständen durch eine Neuregelung im Rahmen der letzten Gesundheitsreform. Die Große Koalition hatte Krankenhäusern die Möglichkeit eingeräumt, bei seltenen Erkrankungen oder auch bei Krebs und Rheuma ambulant zu behandeln. In der Umsetzung dieser Öffnung habe Schleswig-Holstein eine Vorreiterrolle unter den Bundesländern, so der KGSH-Chef. Zurzeit zögen das Gesundheitsministerium, die Krankenhausträger und Krankenkassen gemeinsam eine Zwischenbilanz. Die Kassenärztliche Vereinigung sei daran beteiligt. Überprüft werde in diesem Zusammenhang auch, ob die Krankenhäuser die hohen Qualitätsmaßstäbe einhalten, die der Gemeinsame Bundesausschuss vorgegeben habe.

Ängste vor einem Verdrängungswettbewerb zu Lasten von Arztpraxen kann Krämer nicht nachvollziehen. So hätten die Krankenhäuser Kooperationsvereinbarungen mit niedergelassenen Medizinern geschlossen. Konflikte seien die absolute Ausnahme.

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