Koalitionsergebnisse: vdek begrüßt Rückkehr zur paritätischen Finanzierung

Berlin. Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) begrüßt, dass sich CDU, CSU und SPD verständigt haben.

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Die Verhandler hätten vielfach gute Ergebnisse
erzielt, allen voran die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung.
Diese wird die Versicherten ab dem nächsten Jahr spürbar entlasten und für
mehr Belastungsgerechtigkeit in der Finanzierung der Krankenversicherung
sorgen.
Besonders positiv bewertet Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, die
Absicht, die Pflege sowohl im Krankenhaus als auch in der Altenhilfe zu
stärken. „Der Pflegeberuf braucht ein besseres Image und die Menschen, die
in der Pflege tätig sind, bessere Arbeitsbedingungen“, so Elsner in einer
ersten Bewertung. Dafür würden im Koalitionsvertrag die Weichen gestellt.
Es werde entscheidend darauf ankommen, dass die Verbesserung beim
Pflegepersonal und damit auch bei den Pflegebedürftigen ankommen.
Positiv sei auch, dass die Wartezeitenproblematik angegangen wird. Nach
einem eher holprigen Start sei es richtig, die Öffnungszeiten der
Terminservicestellen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen verbindlicher
zu regeln und ihren Geltungsbereich auszuweiten. Sie sollen künftig nicht
nur Facharzt-, sondern auch Haus- und Kinderarzttermine vermitteln. In
diesem Zusammenhang begrüßte Elsner auch die Erhöhung des
Mindestsprechstundenangebots von 20 auf 25 Stunden pro Woche.
Ausdrücklich lobte Elsner das Bekenntnis, den Finanzausgleich in der
Krankenversicherung (Morbi-RSA) weiterzuentwickeln. Für einen
funktionierenden Wettbewerb um eine gute Versorgung seien faire
Wettbewerbsbedingungen unerlässlich. Sie sei froh, dass diese Botschaft
angekommen ist. Der Erfolg einer RSA-Reform werde sich daran messen lassen müssen, inwieweit die bestehenden Unterschiede in den Deckungsbeiträgen durch die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds reduziert werden.

Quelle: www.vdek.com