Klinikum Werra-Meißner ruft staatliche Fördermittel für Pflegepersonal in vollem Umfang ab

Eschwege. Das Klinikum Werra-Meißner schöpft die im sogenannten „Gröhe-Programm“ (Pflegeförderprogramm) vom Bund zur Verfügung gestellten Gelder vollumfänglich ab.

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Das Klinikum Werra-Meißner schöpft die im sogenannten „Gröhe-Programm“ (Pflegeförderprogramm) vom Bund zur Verfügung gestellten Gelder vollumfänglich ab. „Jüngsten Presseberichten war zu entnehmen, dass die Kliniken in Deutschland auf Fördermittel verzichten würden. Das können wir für uns nicht bestätigen. Seit Auflage des staatlichen Förderprogramms im Januar 2016 rufen wir die Gelder, die uns für Pflegekräfte zur Verfügung gestellt werden, zu hundert Prozent ab“, so Dr. Claudia Fremder, Geschäftsführerin der Klinikum Werra-Meißner GmbH. Die Mittel bemessen sich nach dem Leistungsumfang der antragstellenden Klinik und belaufen sich auf 0,15 Prozent des Gesamtbudgets; zehn Prozent der Kosten für die neu besetzten Stellen müssen die Kliniken selber tragen. Auf dieser Grundlage hat das Klinikum Werra-Meißner für die vergangenen zwei Jahre drei Pflegekräfte eingestellt und damit das zur Verfügung stehende Geld aus dem Förderprogramm voll genutzt.

Bei einer Gesamtzahl von circa 220 Pflegekräften an zweiStandorten mit insgesamt 14 Stationen seien die drei zusätzlichen Stellen allerdings eher „Tropfen auf dem heißen Stein“. „Aber glücklicherweise konnten wir die Stellen auch besetzen, da dies im ländlichen Raum unter anderem aufgrund der relativ niedrigen Lebenshaltungskosten einfacher ist als in Ballungsgebieten, wo zudem oft mehrere Kliniken um die wenigen verfügbaren Pflegekräfte konkurrieren“, so Fremder weiter. Allerdings gäbe es von staatlicher Seite auch Einschränkungen. So dürfe man ausschließlich Stellen im stationären Bereich für „Pflege am Bett“ besetzen, OP-Pflegekräfte fielen da schon mal raus. Auch in der Altenpflege dürften die Fördermittel nicht eingesetzt werden. „Das ist für ein Haus wie unseres mit einer großen geriatrischen Abteilung natürlich unglücklich“, bedauert Fremder. Dennoch habe man für 2018 die Mittel für weitere Stellen natürlich bereits angefordert. „Und dank unserer neuen Arbeitgebermarketing-Kampagne, die uns mit Kirschbaum und Meißner unter anderem in Stellenanzeigen als regional verwurzelten Arbeitgeber und ‚Vordenker mit Bodenhaftung‘ präsentieren und mit der wir uns deutlich von unseren Mitbewerbern abheben, sind wir optimistisch, die Stellen auch besetzen zu können“, so Fremder zuversichtlich.

Quelle: www.klinikum-werra-meissner.de