Kabinett stimmt Antibiotika-Resistenzstrategie zu


Berlin. Das Bundeskabinett hat der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) zugestimmt. Ziel ist, Resistenzen gegen Antibiotika zu reduzieren.

2006 starben in Deutschland  mehr als 40.000 Menschen an den Folgen einer Infektion. Die Behandlung wird erschwert, weil  die Zahl der gegen Antibiotika resistenten Erreger steigt. Ein Grund dafür ist, dass Antibiotika oft unnötig oder ungezielt eingesetzt werden und im Ernstfall dann nicht mehr wirken.

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie sollen nun die Hauptursachen für die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen bekämpft werden. Es handelt sich um eine gemeinsame Strategie des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

DART definiert im Gesundheitssektor 10 Ziele und 42 Aktionen in den folgenden zentralen Handlungsfeldern:

Die Überwachungssysteme zur Antibiotika-Resistenz- und Antibiotika-Verbrauchssituation in Deutschland werden ausgebaut, damit diese Informationen an die Antibiotika verordnenden Ärzte zurückgeleitet werden können.

Die Verhütungs- und Bekämpfungsmaßnahmen zur Reduzierung von Antibiotika-Resistenzen werden gestärkt, insbesondere die Anwendung von Empfehlungen zur Antibiotika-Therapie soll verbessert werden.

Die Aus-, Weiter- und Fortbildung von Gesundheitsberufen wird verbessert.

Die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten in der Gesundheitsversorgung im ambulanten und stationären Bereich wird gestärkt.

Forschung und Evaluierung werden vernetzt und intensiviert.

Die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) unter: www.bmg.bund.de/antibiotika-resistenzstrategie

Zur Vorstellung der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) veranstaltet das Bundesministerium für Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation am 18. November den ersten Europäischen Antibiotikatag - eine Fachtagung in Berlin.
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