InEK-Kalkulationsverpflichtung

Siegburg. Im Krankenhausstrukturgesetz ist festgehalten, dass das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) Kliniken verpflichten kann, bei der Kalkulation der Fallkosten mitzumachen und die Daten dem InEK zur Weiterentwicklung des Entgeltsysteme im Krankenhaus zur Verfügung zu stellen.


Am vergangenen Freitag hat das InEK seiner Ankündigung Taten folgen lassen und 80 weitere Krankenhäuser zur Übermittlung von Kostendaten verpflichtet.

 

Neben somatischen Krankenhäusern im Anwendungsbereich der DRGs, erstmals auch Psychiatrische Einrichtungen und Investitionskostenkalkulationen von Verpflichtung betroffen.

 

Im Oktober 2016 hatte das InEK erstmals diese neue Regelung umgesetzt und 40 in der InEK-Stichprobe bisher unterrepräsentierte Kliniken zur Übermittlung der Kostendaten verpflichtet. Hierdurch wurde die aus den freiwillig an der Kostenerhebung teilnehmenden Krankenhäusern zusammengesetzte Stichprobe erstmals um weitere Krankenhäuser ergänzt, die zur Teilnahme an der Kostenerhebung verpflichtet werden. Anders als im Vorjahr wurden am 22. September 2017 auch 20 Einrichtungen im Anwendungsbereich des Pauschalierenden Entgeltsystems in der Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) zur Kalkulation und Übermittlung der Behandlungskosten auf Tagesebene verpflichtet. Weiterhin sind 40 Kliniken aufgefordert ihre Investitionskosten nach InEK-Schema zu ermitteln und dem InEK zur Kalkulation der Investitionsbewertungsrelationen zur Verfügung zu stellen.

 

Das Los entscheidet

Wie das InEK bei der Auswahl der verpflichteten Kliniken vorgeht, hat es in einem Konzeptpapier beschrieben, dass der Vereinbarung der Selbstverwaltungspartner zur Umsetzung des gesetzlichen Auftrags als Anlage beiliegt. Im Kern wird durch das InEK analysiert, welche Kliniken den größten Beitrag zu einer Verbesserung der Repräsentativität der Kalkulationsstichprobe leisten würden, die bisher noch keine Daten für die Weiterentwicklung der Entgeltsysteme an das InEK übermitteln. Von diesen bisher unterrepräsentierten Kliniken werden im Losverfahren diejenigen Kliniken bestimmt, die für die folgenden fünf Jahre zu einer Beteiligung an der sogenannten InEK-Kalkulation verpflichtet werden. „Im Fokus der Repräsentativitätsbetrachtung befinden sich die Merkmale ‘Trägerschaft‘ und ‘Leistungsbereiche‘“, so Dr. Michael Rabenschlag, Abteilungsleiter Ökonomie des InEK, beim COINS Kalkulations-Symposium.

 

Mit beträchtlichen, jährlich steigenden Strafzahlungen für nicht übermittelte oder qualitativ ungenügende Daten setzt das InEK starke Anreize, der aus der Verlosung resultierenden Verpflichtung nachzukommen. Eine erfolgreiche Kooperation hingegen wird finanziell belohnt, zuzüglich einer Prämie für die erstmalige Datenlieferung.

 

Für Kliniken die sich – freiwillig oder unfreiwillig – mit dem Gedanken tragen eine Kostenträgerrechnung durchzuführen, bietet COINS Information Systems kostenlose Workshops an, um über die Inhalte und notwendigen Arbeiten zur Durchführung der Kalkulation zu informieren.

 

Weitere Informationen zum Verfahren der Kalkulationsverpflichtung und Unterstützungsmöglichkeiten für Krankenhäuser hat die COINS Information Systems auf Ihrer Website zusammengestellt: www.coins-gmbh.eu.

 

 

Quelle: www.coins-gmbh.eu