GLKN: Einweihung Zentralapotheke und Logistikzentrum

Konstanz. Mit einem kleinen Festakt wurde die Einweihung der Zentralapotheke und Logistikzentrum am GLKN-Standort Konstanz gefeiert werden.

Architekt Norbert Jobst Architekt Norbert Jobst Geschäftsführer Rainer Ott Geschäftsführer Peter Fischer © aj


Diese hohe Förderquote begründete Regierungsvizepräsident Clemens Ficht damit, dass man im Land vom Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz überzeugt sei. Der Gesundheitsverbund sei eine "Erfolgsgeschichte". Er sei der richtige Weg und im Land ein positives Beispiel für das Zusammengehen von Kliniken. Das wird quasi belohnt. Laut Ficht bedeutet das neue Zentrum mehr Qualität für Patienten und verbesserte Arbeitsbedingungen für das Personal.

 

Die Wahl auf den Standort Konstanz, fiel - so erklärte Oberbürgermeister Uli Burchardt - aufgrund einer Analyse und Gutachten. Es konnte ein vorhandenes, nicht mehr genutztes Wirtschaftsgebäude rückgebaut und aufgestockt werden. Zudem beliefert die Konstanzer Apotheke auch die Kliniken Schmieder, das Herzzentrum und das Zentrum für Psychiatrie auf der Reichenau, was ebenfalls für den Standort Konstanz sprach. Für Burchardt ist das neue Logistikzentrum und Zentral Apotheke ein „Meilenstein“ in der Geschichte der Holding.

 

Geschäftsführer Rainer Ott lobte nicht nur alle am Bau Beteiligten, allen voran Norbert Jobst, der für die Planung und Bauleitung zuständig war, sondern dankte allen Beteiligten für ihre geleistete Arbeit sehr herzlich. Er hoffte, dass der GLKN sich auch in Zukunft auf hohe Förderquoten freuen könne und verwies auf die dringend notwendige Digitalisierung des Unternehmens, wo man auf Unterstützung von außen angewiesen sei. Er wies in seiner Rede wie auch zuvor Hämmerle auf die Synergie-Effekte dank Verbund hin - das neue Logistikzentrum wäre ohne Verbund nicht möglich gewesen. Die neue Einrichtung sei ein tolles Beispiel für gelungene Integration.

 

Denn nur bei einem Verbund dieser Größe rechnet sich eine solche Zentralapotheke mit diesen hohen Standard, führte später Chefapotheker Peter Buchal beim Rundgang durch das neue Gebäude aus. Die gesetzlichen Anforderungen sind hoch und werden immer höher - das ist teuer. Einzelne oder kleine Krankenhäuser können das gar nicht stemmen und sich nicht leisten. Es braucht Größe, damit sich dieser bauliche und technische Aufwand lohnt. Das Sahnestück des neuen Zentrums sind die Reinräume im zweiten Obergeschoss, hier gelten höchste Ansprüche an Sicherheit und Qualität. Die Ausstattung liegt über den aktuell gesetzlich geforderten aktuellen Hygienestandards - der GLKN ist also mit seiner Zentralapotheke bestens für die Zukunft aufgestellt.

 

Norbert Jobst lieferte einige Zahlen, Daten und Fakten, bevor er den symbolischen Schlüssel an beide GLKN-Geschäftsführer überreichte. Es entstanden 3000 m2 Lagerfläche, 950 m2 Laborfläche (mit Reinraum), 1600 m2 Mietfläche für das externe Labor und 650 m2 Bürofläche - die Nutzfläche beträgt also 7100 Quadratmeter. Im Lager ist Platz für 300 Laufmeter Regale und 460 Europaletten.

 

Weitere Zahlen, Daten, Fakten:

Das Gebäude ist wie folgt aufgeteilt: EG und UG sind Lager. Bis zu 120 Rollwagen verlassen täglich dieses Logistikzentrum, 8000 bewirtschaftete Artikel sind ständig auf Lager. Von diesem neuen Zentrum aus, so Chefapotheker Buchal, werden täglich 4200 Patienten versorgt - das sind alle Patienten des GLKN und die Patienten vom ZfP Reichenau, von den Schmieder Kliniken und vom Herzzentrum. Das neue Zentrum mutet groß an, hier wurden aber vier Lager und vier Apotheken zusammen gefasst.

 

Die Reinräume können im ab März 2018 bezogen werden. Dann kann auch das Unit Dose System in Betrieb gehen. Das Unit-dose-System ist ein Kommissionierungssystem, das computergesteuert und voll automatisiert sowie Videoüberwacht für jeden Patienten und Einnahmezeitpunkt individuell portioniert die oral einzunehmenden Arzneimittel zusammen stellt. Laut Chefapotheker Peter Buchal ist das Unit Dose System„das aktuell sicherste Verfahren der Arzneimittelvergabe“. Im deutschen Süden ist der GLKN das erste Unternehmen das ein solches System in Betrieb nimmt. Die Uni Freiburg hat beispielsweise nur in einer Abteilung ein Unit dose System in Probe laufen. Voraussetzung für das Unit Dose System ist die elektronische Patientenkurve, auf die „warten wir händeringend" erklärt Buchal.

 

 

Quelle: www.glkn.de