GK-Mittelrhein - grünes Licht für die Ein-Standort-Lösung

Koblenz. Eine der wichtigsten Hürden zur Zukunftssicherung des GK-Mittelrhein ist genommen. Die Gesellschafterversammlung des GK-Mittelrhein hat heute der sogenannten Ein-Standort-Lösung vom Grundsatz her einstimmig zugestimmt.

Foto: GK-Mittelrhein


 „Für uns heißt das, dass wir die Pläne zur baulichen Zusammenlegung der beiden Koblenzer Betriebsstätten (Ev. Stift St. Martin und Kemperhof) auf unserem Gelände in Moselweiß mit Hochdruck vorantreiben“, sagt Martin Stein, Kaufmännischer Geschäftsführer des GK-Mittelrhein, das rund 4000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die sechs Gesellschafter des Unternehmens – das sind die Stiftung Ev. Stift St. Martin, die Stadt Koblenz, der Landkreis Koblenz-Mayen, die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist Boppard, die Stiftung Seniorenhaus zum Heiligen Geist Boppard und die Diakoniegemeinschaft Paulinenstift Wiesbaden – wollen in den kommenden Monaten die vertraglichen Grundlagen zur Umsetzung der Ein-Standort-Lösung schaffen. „Die daraus resultierenden, neuen Verträge sind dann die Grundlage für die endgültige Entscheidung, die spätestens bis April 2018 getroffen werden soll“, erläutert Hans-Jürgen Gutenberger, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, den weiteren Fahrplan. 

Zum Hintergrund: Im Rahmen der zum 1.1.2014 durchgeführten Fusion hatte man sich auf Basis eines medizinischen Konzeptes aus verschiedenen Gründen für die Zwei-Standort-Lösung, das heißt den Erhalt und die Sanierung beider Koblenzer Betriebsstätten (Kemperhof und Ev. Stift St. Martin), entschieden. Ende 2016 wurde diese Entscheidung noch einmal überprüft. „Im Ergebnis überwiegen sowohl medizinische als auch ökonomische Synergien bei einer Ein-Standort-Lösung deutlich“, berichtet Dr. Moritz Hemicker, der Medizinische Geschäftsführer des GK-Mittelrhein, und ergänzt: „Medizinisch spricht insbesondere dafür, dass dann das vorhandene Fachabteilungsspektrum unter einem Dach vorgehalten werden kann, was dazu führt, dass zum Wohle des Patienten jederzeit auf entsprechende medizinische Kompetenz zurückgegriffen werden kann. Zudem werden die Möglichkeiten der medizinischen Kompetenzbildung in Form von interdisziplinären Zentren erhöht.“

Die Tatsache, dass der nun anvisierte Standort in Moselweiß mehr darstellen wird als die Summe seiner beiden Teile, hat auch die Gremien überzeugt. „Wir gehen auch fest davon aus, dass wir dann mehr Patienten aus einem größeren Einzugsgebiet versorgen. Und eben das sichert langfristig Arbeitsplätze“, so Gutenberger. „Ökonomisch liegen die Vorteile ebenfalls auf der Hand. Als Beispiele sind z.B. geringere Unterhaltskosten, reduzierte Logistikkosten und Einsparungen bei Energiekosten zu nennen“, so Stein.

Bereits früh zeigte sich auch das Land Rheinland-Pfalz prinzipiell davon überzeugt, dass eine Ein-Standort-Lösung zu bevorzugen sei und unterstützte bzw. forcierte eine dementsprechende Prüfung. Die Geschäftsführung hat die Machbarkeit in Form einer Bauzielplanung für die Realisierung einer möglichen Ein-Standort-Lösung auf dem Grundstück des heutigen Kemperhofs (Standort Moselweiß) überprüft und bezüglich der Baukosten bewerten lassen. Die entwickelte Bauzielplanung beschreibt eine Lösung, die die kompletten medizinischen Inhalte der beiden heutigen Standorte auf dem Gelände des Standortes Moselweiß zusammenführt. „Das ist ein eindeutiges Signal an die Mitarbeiter im Ev. Stift, dass genau ihr Knowhow und Engagement auch zukünftig gefragt ist und bleibt“, so Hemicker.

Quelle: www.gk.de