Fusion des Neusser Lukaskrankenhauses mit den Kreiskrankenhäusern in Dormagen und Grevenbroich eingeleitet

Neuss. Mit überwältigender Mehrheit haben am 29.03.2019 der Neusser Stadtrat, und bereits am vorhergehenden Mittwoch einstimmig und ohne Enthaltung der Kreistag des Rhein-Kreis Neuss, den Prozess zur Fusion der Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich, dem Neusser Lukaskrankenhaus sowie den Seniorenzentren eingeleitet.

Foto: Städtische Kliniken Neuss - Lukaskrankenhaus


Mit diesen wegweisenden Beschlüssen soll auch in Zukunft die gute medizinische Versorgung der Bevölkerung in der Stadt Neuss und im gesamten Rhein-Kreis Neuss in kommunaler Trägerschaft erhalten und durch Schwerpunktbildung noch verbessert werden. Damit wird die Fusion der Krankenhäuser medizinisch aber auch wirtschaftlich vorteilhaft, sichert die kommunale Trägerschaft und gibt den rund 3.800 Beschäftigten der Krankenhäuser eine langfristige Perspektive.

Rückwirkend zum 1. Januar 2019 soll die Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH mit der Städtischen Kliniken Neuss – Lukaskrankenhaus – GmbH verschmolzen werden. Damit zählt die „neue“ Klinik künftig zu den zehn größten kommunalen Krankenhäusern in Deutschland und ist die größte im Rheinland. Ziel ist eine gemeinsame Gesellschaft an der zukünftig Stadt und Kreis zu je 50 Prozent beteiligt sind. Beide Gremien haben einen Ausgleich der unterschiedlichen Unternehmenswerte beider Kliniken durch den Rhein-Kreis Neuss an die Stadt Neuss gebilligt. Dessen exakte Höhe wird noch durch einen gemeinsamen Gutachter ermittelt. Zur Herstellung des angestrebten Beteiligungsverhältnis von 50 zu 50 werden von der Stadt Neuss Anteile des Lukaskrankenhauses auf den Kreis und der Stadt Neuss Anteile der Kreiswerke Grevenbroich übertragen.

Der Aufsichtsrat der fusionierten Gesellschaft soll zunächst aus 24 Mitglieder plus eines/einer Experten/Expertin als Vorsitzenden bestehen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Anzahl der Sitze auf 18 plus 1 reduziert werden.

Hier geht's zu den Videostatments von Dr. Nicolas Krämer, Prof. Dr. Tobias Heintges und Andrea Albrecht.

Quelle: Stadt Neuss, www.neuss.de