Fusion angestrebt

Meschede / Arnsberg. Das St. Walburga-Krankenhaus und das Klinikum Arnsberg wollen mit einer Fusion die Versorgungsangebote ausbauen und die Krankenstandorte sichern.

(c) St. Walburga-Krankenhaus


Die Alexianer Misericordia GmbH, Träger des St. Walburga-Krankenhauses in Meschede, und die Klinikum Arnsberg GmbH streben an, die bestehende Kooperation kurzfristig weiter zu intensivieren und auf gesellschaftsrechtlicher Ebene zu verankern. Im Moment wird ein ergebnisoffener Prüfprozess zu einer krankenhausrechtlichen Fusion der beiden Krankenhäuser durchgeführt.

Aus Kooperation soll Fusion folgen

Die bisherigen Entwicklungen in der Umsetzung des 10 Punkte-Plans zur Krankenhauskooperation haben gezeigt, dass die Herausforderung für die Krankenhausversorgung im HSK, insbesondere vor dem Hintergrund des Krankenhausstrukturgesetz, nur bewältigt werden können, wenn in der Patientenversorgung und den Gesellschaften weiter zusammenrückt wird Beide Standorte könnten nicht mehr aus einer losen Kooperation heraus gesichert werden.

Um bestehende Krankenhausstandorte sowie eine hochwertige und breite stationäre Versorgung in der Region abzusichern, sei eine Neukonzeption der Zusammenarbeit auf Grundlage einer gesellschaftsrechtlichen Verflechtung erforderlich. Ohne gesellschaftsrechtliche Verflechtung sei das Zusammenbrechen einzelner Standorte nicht mehr abwendbar, so die beiden Geschäftsführer der Kliniken.

Prüfverfahren zur Fusion läuft

Aus diesem Grund haben die Träger einen Konzeptvorschlag zur Fusion erarbeitet. Mit diesem Vorschlag wurde die Aufnahme der neuen gemeinsamen Gesellschaft in den Krankenhausplan NRW beantragt und das krankenhausrechtliche Genehmigungsverfahren eröffnet. In diesen Verfahren können Stellungnahmen eingebracht werden. Parallel laufen die krankenhausrechtliche, wettbewerbsrechtliche und kartellrechtliche Prüfung des angestrebten Vorhabens. Erst wenn dieser Prüfprozess durchlaufen und abgeschlossen ist, können die finalen Entscheidungen und Beschlüsse in den Gremien der Trägergesellschaften gefasst werden. Man arbeitet darauf hin, bis Anfang des 4. Quartals 2017 Ergebnisse auf dem Tisch zu haben. Die neue Krankenhaus-Gesellschaft soll von drei Gesellschaftern getragen werden. Dies sind die Stiftung Carolinen-Hospital Hüsten, die St. Johannes- und Maria-Stiftung sowie die Alexianer Misericordia GmbH Krankenhausträgergesellschaft.

Fusion ist Chance auf weitere Spitzenmedizin

Das Klinikum Arnsberg und das St. Walburga-Krankenhaus wollen mit der Fusion Kräfte bündeln, um die Versorgungsmöglichkeiten insgesamt zu erweitern und die stationäre Gesundheitsversorgung in der Region zukunftsfähig auszurichten. Der an mehreren Standorten bereits eingeschlagene Weg der Entwicklung von Schwerpunktzentren soll durch die Fusion fortgesetzt und noch umfänglicher gestaltet werden. Dazu sollen 12 Schwerpunkte, verteilt über die Standorte, etabliert werden. Insbesondere sollen die Versorgungsmöglichkeiten für Schwersterkrankte und Not-/Unfallpatienten erweitert werden. Auch die onkologische Versorgung soll in besonderem Maße gestärkt werden.

Arbeitsplätze bleiben erhalten

Der Personalbestand von derzeit rund 2.250 Mitarbeiter/Innen soll nach der Fusion noch anwachsen. Die Versorgung soll ausgebaut werden und die Patientenzahlen durch die Entwicklung der Zentren weiter steigen. Geplant ist, die Abwanderungsquote aus der Region von derzeit 24 % auf unter 15% abzusenken. Dazu werden Fachkräfte gebraucht.

Meschede bleibt als vollwertiges Krankenhaus bestehen

Grundsätzlich sollen alle Leistungsbereiche erhalten und auf die Standorte verteilt werden. Dazu ist vorgesehen auch den Krankenhausstandort Meschede zu stabilisieren und als vollwertiges Krankenhaus zu erhalten. Eine Fortführung als Portalkrankenhaus wurde seitens der Gesellschafter nie diskutiert.

Eckdaten zur künftigen Gesellschaft

Mit dem Zusammenschluss entstünde ein Klinikum mit 927 Planbetten (226 St. Walburga-Krankenhaus und 701 Klinikum Arnsberg), rund 2.250 Beschäftigten (ca. 1.750 Klinikum Arnsberg und ca. 500 St. Walburga-Krankenhaus) vier Standorten und jährlich ca. 41.000 stationär versorgten Patienten (ca. 30.000 Klinikum Arnsberg und ca. 11.000 St. Walburga-Krankenhaus).

Quelle: Pressemitteilung