Einheitliche Schnittstelle zwischen Gesundheitsakten und Klinikkonzern ist fertig

Berlin/Hamburg. AOK, Techniker Krankenkasse (TK) und der Berliner Krankenhauskonzern Vivantes haben erstmals eine einheitliche Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen Gesundheitsakten entwickelt.

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Seit Anfang April ist die auf Basis des internationalen IHE-Standards entwickelte einheitliche Anbindung nutzbar. Künftig sollen auch Versicherte der Techniker Krankenkasse über ihre Gesundheitsakte TK-Safe Informationen mit dem Vivantes Klinikum austauschen. „Die Schnittstelle ist ein wichtiger Erfolg für eine flächendeckende Vernetzung im Gesundheitswesen", sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. Für Versicherte der AOK Nordost besteht die Möglichkeit des Informationsaustauschs seit Juli 2018. Die Gesundheitskasse und Vivantes sind Partner im regionalen Pilotprojekt des Digitalen Gesundheitsnetzwerkes – eine Initiative der AOK-Gemeinschaft.


Die erfolgreiche Zusammenarbeit der drei Projektpartner stellt unter Beweis, dass mit einer einheitlichen Schnittstelle eine Anbindung an unterschiedliche Gesundheitsaktensysteme möglich ist und von Krankenhäusern sowie Ärzten, kassenübergreifend genutzt werden kann.
Den drei Unternehmen gelingt es damit erstmals, trotz Wettbewerbs und unterschiedlicher Aktenansätze, eine auf internationalen und offenen Standards beruhende deutschlandweite Gesundheitsaktenarchitektur mitzugestalten. Insellösungen innerhalb moderner Versorgungsstrukturen werden somit vermieden.


Hintergrundinformationen:
Um den Datenaustausch im Gesundheitswesen voranzubringen, haben die AOK mit dem „Digitalen Gesundheitsnetzwerk“ und die Techniker Krankenkasse mit TK-Safe bereits Gesundheitsakten gestartet. Das Digitale Gesundheitsnetzwerk  der AOK wird in den Regionen Mecklenburg-Vorpommern mit dem Ärztenetz „Haffnet" und den AMEOS-Kliniken sowie in Berlin mit den Klinikträgern Vivantes und Sana eingesetzt. Die TK hat die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe gemeinsam mit IBM Deutschland im April 2018 im bundesweiten Test-betrieb gestartet. Derzeit nehmen bereits mehr als 140.000 Nutzer teil.  Sie können ihre Patientenhistorie aus Kassendaten direkt abrufen und Entlassberichte aus 19 Kliniken bundesweit herunterladen. Der größte kommunale Klinikkonzern Vivantes arbeitet beim Aufbau der Vernetzung sowohl mit der AOK als auch mit der TK zusammen.

 

Quelle: www.vivantes.de