Charité erneut im Streik

Berlin. Nachdem der Streik an der Charité seit vergangenen Freitag ausgesetzt worden war, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Charité erneut zum Streik ab Montag, den 2. Oktober 2017 aufgerufen.

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Anlass sind die festgefahrenen Verhandlungen über die Verbesserung und Weiterführung des Tarifvertrages für Gesundheitsschutz (TV- GS). Aus Sicht der Gewerkschaft muss der Druck erhöht werden, um entsprechende Bewegung auf der Arbeitgeberseite zu erzeugen.

 

Zum Streik sind alle Beschäftigten an allen Standorten der Charité (Benjamin Franklin, Mitte und Virchow, Buch) aufgerufen. Patienten müssen wegen des Streiks mit einer eingeschränkten Versorgung, so zum Beispiel der Verschiebung planbarer Operationen, an allen Standorten der Charité rechnen. Bereits vergangene Woche hatten die Charité-Beschäftigten gestreikt, den Streik aber in Erwartung eines verbesserten Angebots der Arbeitgeberin ausgesetzt. Dieses liegt bislang nicht vor.

 

Da die Arbeitgeberin der Notdienstvereinbarung nicht zustimmen wollte, mussten sich die Beschäftigten in der letzten Streikwoche zwischen ihrem Recht auf Streik und der Aufrechterhaltung des Normalbetriebs entscheiden, was zu einer deutlich verminderten Streikbeteiligung geführt hat. Auf Grundlage der am 21. September unterzeichneten Notdienstvereinbarung ist nun eine hohe Beteiligung am Streik möglich. Der Charité wurden bereits gestern Stationen an allen Standorten zur Schließung für kommende Woche gemeldet.

 

„Die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen trotz der Widrigkeiten für schichtkonkrete Besetzungsregelungen zu kämpfen, zeigt, wie wichtig uns eine gute Patientenversorgung jetzt und in Zukunft ist,“ sagt Carsten Becker, Kinderkrankenpfleger und Mitglied der ver.di-Tarifkommission und führt weiter aus: „Wir erwarten, dass die Charité endlich mit einem verbesserten Angebot an den Verhandlungstisch zurückkehrt".

 

 

Quelle: www.gesundheit-soziales-bb.verdi.de