BKG: Mehr Investitionen für hochwertige Krankenhausversorgung notwendig

München. Bayerische Krankenhausgesellschaft mahnt mehr staatliche Mittel für Investitionen in den Kliniken an.


Um fit für die Zukunft zu sein, benötigen Bayerns Kliniken mehr Unterstützung des Staates. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft mahnt mehr staatliche Mittel für Investitionen in den Kliniken an.

Auf die Ankündigung der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml, die Kliniken in Bayern fit für die Zukunft zu machen und auf eine weitere Modernisierung der Krankenhäuser im ländlichen Raum zu setzen, reagierte die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) umgehend.

BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein betonte aber, dies sei nur zu erreichen, wenn der Staat künftig deutlich mehr Geld für Investitionen in den Krankenhäusern zur Verfügung stellt.

Derzeit stehen rund 500 Mio. Euro im Jahr für Investitionen und Baumaßnahmen in den Kliniken Bayerns zur Verfügung. Eine Summe, die laut Hasenbein nicht ausreicht, um die Krankenhäuser fit für die Zukunft zu machen. Er weist darauf hin, dass im vergangenen Jahr Anträge von Kliniken auf Baumaßnahmen in einer Größenordnung von 130 Mio. Euro nicht in die staatliche Förderung aufgenommen werden konnten und verschoben werden mussten. Es zeichne sich ab, dass in diesem Jahr zusätzlich zu den aus dem Vorjahr verschobenen Projekten das Antragsvolumen die zur Verfügung stehenden Mittel bei Weitem übersteigen werde. Die Anträge stammten sowohl von Krankenhäusern im ländlichen Raum als auch in den Ballungsgebieten und beträfen sowohl „punktuelle Verbesserungen in der Versorgung als auch große Sanierungsmaßnahmen.“

Der BKG-Geschäftsführer weist darauf hin, dass für eine Modernisierung neben Baumaßnahmen auch Investitionen in die Ausstattung unerlässlich seien. „Wenn unsere Krankenhäuser, wie von der Ministerin angesprochen, weiterhin Spitzenmedizin anbieten sollen, müssen sie verstärkt investieren, um mit dem medizinischen Fortschritt Schritt halten zu können.“

Laut BKG müssen die Krankenhäuser künftig besonderes Augenmerk auf die Erneuerung der IT-Strukturen legen. Meinet man Modernisierung und Zukunftsfähigkeit ernst, dann stehen in den Kliniken die Themen Digitalisierung und Cybersicherheit im Mittelpunkt. Hierfür sind Investitionen in gewaltigem Ausmaß erforderlich, die man vor wenigen Jahren noch überhaupt nicht im Blick hatte.

Wie hoch die staatliche Investitionsförderung für die Krankenhäuser ausfallen wird, wird im kommunalen Finanzausgleich geregelt, den die Staatsregierung mit den Kommunen jährlich aushandelt. Hasenbein appelliert an die Staatsregierung, dass die Krankenhäuser nach einer jahrelangen Durststrecke in diesem Jahr in der Prioritätenliste oben stehen müssen und hofft dabei auf die Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände. Die Krankenhäuser in Bayern stehen unter einem enormen Druck und hätten eine große Erwartungshaltung.

Quelle: www.bkg-online.de