Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe in Südwestfalen durch Minister Laumann mit Festakt feierlich eröffnet

Siegen. 325 Azubis von Kinderklinik, Kreisklinikum und Marien Gesellschaft Siegen lernen in Kürze in gemeinsamem Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe auf dem Wellersberg.

Foto: Kai Osthoff für das BiGS Siegen


Um einen Beitrag für die angespannte Situation bei Pflegeberufen in der Region zu leisten, haben die Kliniken hinter dem Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe in Südwestfalen (BiGS) , die DRK-Kinderklinik Siegen, das Kreisklinikum und die Marien Gesellschaft Siegen, vor Jahren bereits beschlossen, den Ausbildungen in den unterschiedlichen Pflegebereichen eine optimale Basis zur Verfügung zu stellen.

Mit dem am 08.02.2019 feierlich eröffneten Gebäude des BiGS in der Saarbrücker Straße auf dem Siegener Wellersberg geht nun ein zukunftsweisendes Projekt in Betrieb. Ein kommunaler (Kreis Siegen-Wittgenstein), ein konfessioneller (Katholische Kirche) und ein gemeinnütziger Träger (DRK) schließen sich zusammen, um Ihren Auszubildenden zukünftig in einer der modernsten Bildungseinrichtungen optimale Aus- und Weiterbildungsbedingungen bieten zu können. Bauherr des rund 8 Mio. Euro teuren Gebäudes ist mit dem DRK Landesverband Westfalen-Lippe ein weiterer Partner, der diese Idee schon aus historischen Gründen gerne unterstützt. Das rund 2.900 m² große Gebäude verfügt über 14 Klassenzimmer, eine Bibliothek/Mediathek, einen EDV-Lernraum mit 25 Bildschirmarbeitsplätzen sowie drei Skills-Labs.

Bürgermeister Steffen Mues hob hervor, dass die Bündelung der fachlichen Kompetenz von drei Siegener Krankenhäusern in der Ausbildung sowohl den Kliniken als auch den Menschen der Stadt diene. Zugleich sei sie das beste Mittel, um einem Pflegenotstand in Siegen vorzubeugen. Auch Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, zeigte sich beeindruckt von dem Konzept und der Umsetzung vor Ort: „Genau diese Kooperationen brauchen wir, damit wir die immer komplexer werdenden Versorgungssituationen der Menschen in Nordrhein-Westfalen und die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen können. Die Kooperation von kommunalen, konfessionellen und gemeinnützigen Trägern ist richtungsweisend für das ganze Land. Denn nur so können Ressourcen gebündelt werden, um mehr Ausbildungsplätze zu schaffen und attraktive Bildungswege in den Pflege- und Gesundheitsberufen anzubieten. Solche Kooperationsverbünde leisten somit einen wichtigen Beitrag für die zukünftige Versorgung der Bevölkerung.“

Während die neuen Ausbildungsgänge wie gewohnt zum Oktober eines jeden Jahres beginnen, können zusätzliche 50 zukünftige Gesundheits- und Kinder- bzw. Gesundheits- und Krankenpflegekräfte bereits im April 2019 ihre Ausbildung antreten. Mit diesem Schritt der versetzten Ausbildungszeiten wollten die Kliniken weitere junge Menschen ansprechen, die hier in der Region eine Perspektive suchen. Ab August 2019 kommen weiter 25 Ausbildungsplätze in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz dazu. Direkt im April des Folgejahres wird das Portfolio um die Neukonzeption eines Ausbildungskurses in Teilzeit mit einer Laufzeit über vier Jahre erweitert.

Denn in einem Punkt sind sich alle Beteiligten einig: Wenn die Qualität in der medizinischen und pflegerischen Versorgung in der Region weiterhin auf dem Niveau gehalten werden soll, dann müsse man jetzt in den Nachwuchs investieren.

Insgesamt bietet das BiGS perspektivisch über seine Träger dann bis zu 425 Ausbildungsplätze in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und in der Altenpflege an. Auszubildende haben zudem die Möglichkeit, im Rahmen eines dualen Studiums berufsbegleitend in einer Hochschulkooperation mit einer Fernhochschule den Studiengang „Health Care Studies“ mit einem Bachelor of Science (B.Sc.) abzuschließen. Ein Ausbildungsangebot zur operationstechnischen Assistenz soll die Ausbildungskapazitäten zudem später erweitern. Angestellt werden die unterschiedlichen Auszubildenden jeweils direkt bei den jeweiligen Trägerkliniken des BiGS. Innovative Projekte mit der Universität Siegen sind darüber hinaus in Planung. Die weitere hochschulische Vernetzung wird angestrebt.

Quelle: www.bigs-siegen.de, www.mariengesellschaft.de