Alle Bereiche der Kindermedizin unter einem Dach vereinigt

Heidelberg. Erweiterung des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg


Alle Patienten kommen durch eine Tür - dieses Ziel ist jetzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg erreicht. Am 7. Juni 2018 wurde die Erweiterung der Kinderklinik feierlich eingeweiht. Dank der Finanzierung der Baukosten und Erstausstattung durch die Dietmar Hopp Stiftung in Höhe von 12 Millionen Euro ist ein integriertes Zentrum für konservative und operative Kindermedizin in modernen Räumen entstanden. Die Kinderchirurgie, bislang noch in der Chirurgischen Klinik untergebracht, wird bis Ende 2018 in die Kinderklinik umziehen und die Kinderneurochirurgen können, zusätzlich zur Kopfklinik, spezielle Eingriffe auch in den OP-Sälen der Kinderklinik operieren. Die Kapazitäten der Kinderkardiologie wurden erweitert. Möglich macht dies eine Aufstockung des Funktionsbaus des Gebäudekomplexes INF 430 sowie eine Aufrüstung der OP-Säle.
 
"Ich freue mich sehr, den Schlüssel für die neuen Räume an die Kinderklinik übergeben zu können", sagte Stifter Dietmar Hopp. "Gerade für kleine Patienten und ihre Familien sind kurze Wege in einer Klinik wichtig. Ein modernes Arbeitsumfeld trägt dazu bei, dass kompetente Ärzte und Pfleger verschiedener Fachrichtungen erfolgreich ihre Schützlinge betreuen können. Dies unterstütze ich sehr gerne mit meiner Stiftung."
 
Prof. Dr. Georg F. Hoffmann, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg, dankte im Namen der Mitarbeiter, der Patienten und deren Familien. Für sie gab es anlässlich der feierlichen Einweihung eine Zaubershow und Ballonkunst in der Klinik: "Von der Notfallversorgung über ambulante Sprechstunden bis hin zur stationären Versorgung und hochkomplexen Operationen: Wir können zukünftig alle Kinder und ihre Familien unter einem Dach versorgen sowie unser Behandlungsspektrum erweitern." So erfahren Kinder mit komplexen angeborenen Fehlbildungen neue, richtungsweisende Perspektiven der interdisziplinären Betreuung: Alle erforderlichen Strukturen von der Pränataldiagnostik über die neonatologische Erstversorgung, die operative Therapie und die folgende intensiv-medizinische Betreuung sind auf kurzen Wegen miteinander verbunden, die Abläufe eng verzahnt.
 
Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg gehört deutschlandweit zu den führenden Einrichtungen seiner Art. Es verzeichnet gegen den Bundestrend seit seinem Neubezug im Jahr 2008 eine Leistungssteigerung in der Patientenbetreuung von mehr als zehn Prozent, in bestimmten Bereichen noch deutlich mehr. Dies machte eine Erweiterung der Klinik dringend notwendig. Durch die Aufstockung mit 1.000 Quadratmetern zusätzlicher Nutzfläche und den Umzug der Stationen erhöht sich die Anzahl der Betten im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin um 40 von 168 auf insgesamt 208 Betten. Davon sind 50 Intermediate-Care-Betten (vorher 42). In der Normalpflege stehen 32 zusätzliche Betten zur Verfügung (vorher 126). Die Patienten sind in 1- und 2-Bettzimmern untergebracht. Hinzu kommen neue Dienst- und Behandlungszimmer, Spiel- und Unterrichtsraum für schulpflichtige Kinder, deren Gesundheitszustand dies zulässt, sowie ein Elternbereich.
 
Quelle: www.klinikum.uni-heidelberg.de